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Hochschule Rhein-Main: Studenten lernen im Flugsimulator, wie sich ein A 320 fliegt

Von Die Studenten der Luftfahrt- und Elektrotechnik an der Hochschule Rhein-Main (HSRM) kommen in einen ganz besonderen Genuss. Zwei neue Simulatoren lassen sie erleben, wie sich ein A 320 und eine Cessna fliegen lassen. Und auch ganz real können sie mit der Hochschule abheben.
Flugsimulator in der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim Bilder > Foto: Robin Göckes Flugsimulator in der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim
Rüsselsheim. 

Die Studenten des Studiengangs Elektro- und Luftfahrttechnik an der Hochschule Rhein-Main (HSRM) können jetzt abheben. Für rund 300 000 Euro hat die HSRM zwei Simulatoren angeschafft, die den angehenden Technikern ein Gefühl dafür vermitteln sollen, wie es sich hinter dem Steuer eines Airbus A 320 und einer Cessna aushalten lässt. Große Video-Leinwände und realistisch nachgebaute technische Einrichtungen vermitteln das Gefühl, nicht mehr in einem Studienraum zu sitzen, sondern tatsächlich von einem der Flughäfen in der Region abzuheben.

Video: So sieht es im Flugsimulator aus:
 

 

„Uns geht es darum, dass unsere Studenten einen praktischen Bezug zu dem bekommen, was sie ansonsten vor allem von der technischen Seite aus kennenlernen“, erklärt Matthias Harter, der Leiter des Studiengangs. Das Verständnis für die Abläufe im Cockpit soll mit den Simulatoren gefördert werden. „Wie interagieren die Systeme, wie funktioniert ein Cockpit als Arbeitsplatz – das wollen wir vermitteln.“

In der Freizeit nutzen

Die Stunden im Simulator werden für die etwa 20 Studenten des kleinen Studiengangs Teil ihres Lernalltags. Sie sollen die großen Maschinen aber auch in ihrer Freizeit nach Lust und Laune kostenfrei nutzen können. Ein System zur Reservierung von Flugstunden soll noch eingerichtet werden. „Mit diesem Angebot verbinden wir das Schöne mit dem Nützlichen“, sagt Timo Eckhardt, Lehrbeauftragter an der Hochschule Rhein-Main.

Selbstversuch: Viel zu niedrig über Frankfurt geflogen

Unser Reporter Robin Göckes hat den Flugsimulator selbst ausprobiert.

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Eckhardt kann aus Erfahrung sprechen, wenn er den Studenten im Simulator über die Schulter schaut, Tipps zu den richtigen Einstellungen der Maschine und zum Flugablauf gibt. Immerhin war er selbst 15 Jahre bei einer großen deutschen Fluggesellschaft im Cockpit aktiv.

Wer sich mit genug Eifer in das Simulatorentraining stürzt, könne auch schon die Grundlagen für einen Privatpilotenschein legen. Der Cessna-Simulator sei so konfiguriert, dass die geleistetet Flugstunden vom Luftfahrtbundesamt auch tatsächlich anerkannt werden können, erklären Eckhardt und Harter. Bei dem Simulator des großen Airbus A 320 sei dies aufgrund der technischen Spezifikationen nicht möglich.

Mit den Erfahrungen aus den Simulatoren, in denen sich auch der Einfluss des Wetters oder die Folgen eines Bedienungsfehlers im Cockpit nachstellen lassen, sollen die praktischen Eindrücke in Sachen Luftfahrt, die die Studenten sammeln können, aber noch nicht aufhören. Denn die Hochschule will selbst eine kleine Cessna anschaffen, die auf einem kleinen Flugplatz in der Region bereitstehen soll. Im dritten und vierten Semester können die Studenten fünf kostenfreie Flugstunden auf dem Flugzeug absolvieren.

Für die Studenten Michael Breitwieser, Bogdan Misko und Mario Vogel, die schon mal erste Simulator-Luft schnuppern konnten, sind die neuen Simulatoren ein echtes Glanzlicht im Studienalltag.

„Technik begeistert“

„Diese Technik begeistert einen schon. Wir gehen da ja eher von der technischen Seite ran. Und hier erlebt man die Ergebnisse direkt“, sagt der 22-jährige Misko. Breitwieser ist von der Wirkung der Simulation überrascht. Denn auch wenn der Simulationspilot natürlich weiß, dass er nicht in einem richtigen Flugzeug sitzt, die Animation der Landschaft kann einen dies angesichts andauernder Herausforderungen im Pilotensessel schon mal vergessen lassen. „Es überrascht einen total, wie der Kopf da mitspielt“, sagt er.

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