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Kriminalität: Trickbetrüger schlagen doppelt zu

Ein Mann ist in Rüsselsheim unter einem Vorwand in das Haus einer Frau eingedrungen und hat Schmuck gestohlen. In Biebesheim erbeutete ein Betrüger-Duo tausende Euro.
Wer unsicher ist, ob er es mit einem Betrüger zu tun hat, sollte den Notruf der Polizei wählen: 110. Foto: Rolf Vennenbernd (dpa) Wer unsicher ist, ob er es mit einem Betrüger zu tun hat, sollte den Notruf der Polizei wählen: 110.
Rüsselsheim/Biebesheim. 

Zwei besonders dreiste Fälle von Trickbetrug beschäftigen zurzeit die Polizei: In Rüsselsheim hat sich ein Unbekannter am Donnerstagnachmittag Zutritt zu dem Haus einer Frau in der Straße „An den Weiden“ verschafft. Dies tat er unter dem Vorwand, als Telekom-Mitarbeiter Telefone und Internet überprüfen zu müssen. Gegen 15 Uhr forderte er die Frau auf, ihn bei seinen angeblichen Arbeiten in einem Zimmer alleine zu lassen. Er nutzte die Ungestörtheit anschließend, um Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro zu erbeuten. Den Diebstahl bemerkt die Frau erst, als der Täter das Haus bereits verlassen hatte. Der Tatverdächtige ist etwa 50 Jahre alt, kräftig gebaut, vermutlich Deutscher und hat ganz kurze, eventuell rasierte Haare mit schwarzen Stoppeln. Er trug ein T-Shirt und dunkle Jeans.

In Biebesheim haben sich zwei Kriminelle gar selbst als Polizisten ausgegeben. Eine Seniorin in der Bahnhofsstraße erhielt am späten Donnerstagabend, ungefähr um 22.30 Uhr, den Anruf eines angeblichen Kommissars namens Martin Schmidt von der Polizei in Gernsheim. Im Telefondisplay erschien eine Rufnummer, die mit der Notrufnummer 110 endete.

Angebliche Einbrecher

Der falsche Kommissar erzählte der Seniorin die Geschichte einer Einbrecherbande, die derzeit in Biebesheim ihr Unwesen treiben würde. Deswegen müsse er sicherheitshalber ihr Bargeld und den Schmuck fotografisch dokumentieren. Als anschließend die vom Anrufer gesandte „Kollegin“ gegen 1 Uhr bei der Frau erschien, händigte ihr diese mehrere tausend Euro Bargeld, diverse Schmuckstücke und ihre Kreditkarte aus.

Kaum zu fassen: Die Kriminelle gab der Seniorin sogar noch den Hinweis, die Polizei zu verständigen, falls man ihr ihre Wertsachen nicht wieder zurückbringen würde.

Die Betrügerin ist etwa 1,70 Meter groß, hat lange dunkle Haare und eine kräftige Figur. Sie trug ein langes weißes T-Shirt.

Notruf selbst wählen

Die Polizei warnt: Echte Polizisten würden niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.

Auch rufe man niemals unter 110 an. „Das tun nur Betrüger“, schreiben die Beamten in einer Mitteilung. Wer unsicher ist, solle die Polizei selbst unter der Notrufnummer kontaktieren, dabei aber nicht die Rückruftaste verwenden, sondern die Nummer selbst wählen. Die Polizei ermuntert auch dazu, sich an das örtliche Revier zu wenden. „Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen“, heißt es weiter.

Hinweise in den beiden Betrugsfällen in Rüsselsheim und Biebesheim werden unter der Telefonnummer (0 61 42) 69 60 entgegengenommen. sw

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