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Musical der Immanuel-Kant-Schule: Turbulentes Musical im Abba-Sound

Für große Augen und Ohren sorgt das Musical von gut 20 Schülern und Ehemaligen der Immanuel-Kant-Schule (IKS), das jetzt Premiere gefeiert hat: „Our last Summer“ ist eine Story um die Wirren der Liebe – basierend auf Abba-Hits.
Donna (Ariane Krüger) wird beim Tanzen zum Abba-Sound Donna (Ariane Krüger) wird beim Tanzen zum Abba-Sound
Rüsselsheim. 

Wer sich an Songs von Abba, der legendären schwedischen Formation der 1970er und 1980er Jahre, nicht satt hören kann, wem „I have a Dream“ oder „Voulez vous“ noch immer vom Ohr direkt zum Herzen geht, der sollte sich ansehen, was die Immanuel-Kant-Schule (IKS) derzeit auf die Bühne bringt.

Am Dienstag war Premiere des Musicals „Our last Summer“ (zu deutsch: Unser letzter Sommer), einem schauspielerisch-gesanglichen Potpourri rund um Liebesirrung und Entwirrung. Monatelang haben musikbegeisterte Siebtklässler sowie engagierte Ehemalige der IKS – unterstützt von Eltern, von Musiklehrerin Miriam Römheld in der Regie, ihrer Kollegin Michaela Martini in der musikalischen Leitung und einer Lehrerband – geprobt.

 

Tolle Kulissen

 

Unmöglich, alle zu nennen, die im Kulissenbau mit Schiebevorrichtungen und toller Fassadengestaltung, in der Technik, in Kostümausstattung, in Marketing und Organisation mitgewirkt haben. Respektvoller Applaus galt am Ende des zweistündigen Abends dem gesamten Ensemble auf und hinter der Bühne.

Tatsache ist: Wer am Dienstag das Ergebnis des ehrgeizigen Musical-Unterfangens in der Aula sah (übrigens bereits das dritte dieser Art, gaben Eltern Auskunft), der musste sich fragen, ob die Jungstars der IKS überhaupt noch Zeit zum schulischen Lernen finden. Da blühten sie schauspielerisch auf, warfen sich voller Emotion in ihre Rollen und ließen solistischen Gesang hören, der allemal Applaus verdiente.

Dass das Musical thematisch eng an eine erfolgreiche Nostalgie-Revue der Gruppe Abba angelehnt ist, kam auf Nachfrage zur Textvorlage zur Sprache. Die Frage der Aufführungsrechte sei stets eine diffizile Sache, erklärte einer der federführenden Musical-Macher. Ein unabhängiger Titel sowie kreativ entwickelte Akzente verliehen aber eindeutig eigenes Gepräge, versicherte er. So gab es etwa jenseits der Bühne Videoeinspielungen auf Großleinwand, die das Musical um amüsante Außenaufnahmen am Rhein erweiterten.

Die Story ist rasch skizziert: Bevor die junge Sophie ihren Freund Sky heiratet, will sie wissen, wer ihr Vater ist. Sophie lebt mit ihrer Mutter Donna auf einer Insel, wo diese eine Taverne führt. Nach heimlichem Lesen im Tagebuch der Mutter stehen drei Herren als Papa zur Auswahl: Bill, Sam und Harry.

Kurzerhand lädt Sophie sie zur Hochzeit ein – Überraschungen, Schwelgen in Erinnerung sowie Turbulenzen bleiben nicht aus. Das Ende freilich kommt anders als erwartet und soll an dieser Stelle verhüllt bleiben. Aufführungen des Musicals gibt es am Freitag (26. Februar) und Samstag (27.), jeweils 19 Uhr in der IKS.

 

Erstklassige Choreographien

 

Lob gilt nach der Premiere vor allem Schülerin Ariane Krüger in der Rolle der Donna, bezeugte sie doch eine tolle, kraftvolle Stimme etwa bei den Solo-Hits „Mamma Mia“ oder „The Winner takes it all“. Die 14-jährige Michèle Kreuter schlüpft in die Rolle der Tochter Sophie, spielt die teenagerhafte Facette ihrer Rolle im Reigen mit dem jungen Ensemble – zu nennen sind ihre Bühnen-Freundinnen Annika Rosemann und Sophie Grübler – ebenso überzeugend, wie den nachdenklichen Part einer verletzten, vaterlosen Tochter zum Song „Under Attack“.

Erstklassige Choreographie bringt neben hörenswertem Gesang – hier gilt ein Plus der weiblichen Besetzung – auch beachtliche Tänze hervor. Ariane Krüger als Donna, flankiert von den Freundinnen Tanja und Rosie, köstlich affektiert dargestellt von Josephine Wismar und Annika Becker, brilliert im Trio.

Der Blick auf die männliche Besetzungsliste weist Jens Emmert, den ehemaligen IKS-Schüler, als einen der aktivsten Allrounder aus: Neben Mitarbeit in Regie und Choreographie ist er in der Rolle des Sam zu erleben, einem der drei potenziellen Väter. Abba-Sound überall – so ging der Abend mit „Thank you for the Music“ unter lang anhaltendem Beifall zu Ende.

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