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Ortswechsel: VfB Ginsheim muss kurzfristig vor dem Testspiel gegen den FSV Mainz 05 umplanen

Aufregende Tage hat der Ginsheimer Fußballverein VfB hinter sich. Binnen 24 Stunden musste er vor dem Testspiel gegen den FSV Mainz 05 den Spielort wechseln. Das Fazit am Ende des Spieltags: Es hat sich gelohnt.
Alle packen mit an, damit das Event auch abseits des Spielfelds ein Erfolg wird. Foto: Uwe Kramer Alle packen mit an, damit das Event auch abseits des Spielfelds ein Erfolg wird.
GUSTAVSBURG. 

Gerade war das Fußballspiel vorbei, dieser Knüller zwischen dem Hessenligisten VfB Ginsheim und den Bundesliga-Profis des FSV Mainz 05 (1:5) – da standen zwei Männer mit dunklen Ringen unter den Augen zusammen. Sie redeten kurz. Und dann nahmen sie sich einfach mal in den Arm. Der Zweite Vorsitzende des VfB Ginsheim, Richard Kneis, und Sportlicher Leiter, Marcus Spahn, hatten anstrengende, nervenaufreibende Tage hinter sich.

Aber ihr Einsatz und jener der 70 Helfer lohnte sich: Eigentlich hätte das Spiel im Ginsheimer Jugend- und Sportpark ausgetragen werden sollen. Weil auf dem dortigen Hauptspielfeld aber der Rasen vertrocknet ist – die Folge einer defekten Bewässerungsanlage –, musste das Spiel nach Gustavsburg verlegt werden.

Das Risiko ist zu groß

Schon am Donnerstagabend informierte Spahn den FSV über das Rasen-Malheur. Die Verantwortlichen des Bundesligisten entschieden tags darauf nach Ansicht von Fotos: Auf diesem ruinierten Rasen kann nicht gespielt werden. Das Risiko, dass die Versicherung der Fußballprofis bei einem Sportunfall die Zahlung verweigert, wäre zu groß gewesen.

Marcus Spahn: Schlaflose Nächte, „aber es hat sich gelohnt“. Bild-Zoom Foto: Uwe Kramer
Marcus Spahn: Schlaflose Nächte, „aber es hat sich gelohnt“.

Also war alles hinfällig, was über Tage und Wochen für dieses Großereignis vorbereitet worden war. Der Lastwagen, mit dem die eigens dafür gemietete Stehplatztribüne am Freitagmorgen angeliefert werden sollte, fuhr unverrichteter Dinge wieder zurück. Auf dem weitläufigen Sportgelände an der Ochsenwiese war diese Tribüne nicht nötig.

Und dann musste binnen 24 Stunden der Umzug nach Gustavsburg gewuppt werden. „Das war eine Herkulesaufgabe“, sagt Spahn, und er gibt zu: „Mir war bange, ob das alles klappt.“ Schon aufgestellte Getränkewagen, Kühlwagen und -truhen, Zelte sowie Tische und Bänke, außerdem sämtliche Elektroleitungen, Werkzeuge, Eintrittskarten und vieles mehr musste nach Gustavsburg transportiert, um dort wieder aufgebaut zu werden. Bis in die frühen Morgenstunden wurde geschuftet, ebenso nach dem Spiel. „Das waren lange Tage und kurze Nächte“, sagt Kneis.

Das gemeinsam mit Polizei und städtischem Ordnungsamt erarbeitete Sicherheitskonzept, passgenau auf die Gegebenheiten in Ginsheim abgestimmt, musste ebenso umgeschrieben werden wie das Parkraumkonzept und die Einsatzpläne der Helfer. Zusätzlich zu den Stellflächen entlang der Straße „Auf der Mainspitze“, die für Offizielle, Presse und geladene Gäste reserviert wurden, diente der ehemalige Bolzplatz gegenüber dem Gustavsburger Sportgelände als Parkplatz. Außerdem wurde festgelegt, wo wie viele Ordner zu postieren sind, um mit dem Auto anreisende Besucher zu den Stellflächen zu leiten.

Auch Helfer des FC Germania Gustavsburg, eigentlicher Nutzer des Sportgeländes an der Ochsenwiese, packten mit an: So wurde am Samstagvormittag auf Wunsch des FSV Mainz 05 noch mal der Rasen gemäht.

Shuttleservice organisiert

Obwohl der VfB die Öffentlichkeit über diverse Medien informiert hatte, waren doch Besucher dabei, die von dem geänderten Austragungsort nichts wussten. Für dieses gute Dutzend Fußballfreunde richtete der VfB einen Shuttleservice zum Ginsheimer Sportplatz ein. Dafür stellte der TSV Ginsheim seinen Kleinbus zur Verfügung.

Dieses Ereignis „hat den Verein eine Menge an Personal, Arbeitsstunden und Nerven gekostet“, sagt Spahn. „Aber es hat sich gelohnt. Es war eine ganz tolle Veranstaltung.“

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