Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... 12°C

Oberbürgermeister-Stichwahl: Vor dem Urnengang kommt die Arbeit

Von Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen steht ein Urnengang an: Rüsselsheim wählt. Diesmal nur den Oberbürgermeister. Hinter den Kulissen sind die Vorbereitungen dafür direkt nach dem ersten Wahlabend angelaufen.
Stifte, Klebestreifen und Büroklammern: Was die Wahlhelfer für Sonntag an die Hand gegeben bekommen, ist ein Rundum-Sorglos-Paket. Foto: Robin Göckes Stifte, Klebestreifen und Büroklammern: Was die Wahlhelfer für Sonntag an die Hand gegeben bekommen, ist ein Rundum-Sorglos-Paket.
Rüsselsheim. 

Bausch oder Burghardt? Diese Frage stellt sich am kommenden Sonntag rund 45 000 wahlberechtigten Rüsselsheimern. Die können dann darüber entscheiden, wer aus der Stichwahl als Sieger hervorgeht und somit die nächsten Jahre die Geschicke im Rathaus leiten wird.

Die Wahlurne im Wahlbüro am Marktplatz wird regelmäßig genutzt. Viele Rüsselsheimer haben Briefwahl beantragt und nicht wenige bei einem Besuch im Wahlbüro direkt ihre Stimme abgegeben. Bild-Zoom Foto: Robin Göckes
Die Wahlurne im Wahlbüro am Marktplatz wird regelmäßig genutzt. Viele Rüsselsheimer haben Briefwahl beantragt und nicht wenige bei einem Besuch im Wahlbüro direkt ihre Stimme abgegeben.
Dass Udo Bausch (parteilos) und Amtsinhaber Patrick Burghardt (CDU) noch einmal zittern dürfen, war am Sonntagabend vor knapp zwei Wochen erst spät klar. Einer der ersten Anrufe nach dem Wahlkrimi aus dem Rathaus ging anschließend direkt an die Druckerei, in der die Stimmzettel produziert werden. Schließlich mussten dort die Druckmaschinen angeworfen werden, um möglichst viel Zeit für die Briefwahl zu ermöglichen.

Viele Briefwähler

Der bundesweite Trend zu steigenden Briefwahlzahlen hatte sich schon beim ersten Wahlgang in Rüsselsheim gezeigt, und er wird wohl auch bei der kommenden Stichwahl sichtbar werden. „Wir hatten einen Grundbestand an rund 5400 Briefwählern, die schon direkt auch für die Stichwahl Briefwahl beantragt hatten. Und wir haben jetzt eigentlich jeden Tag noch einen recht großen Zustrom“, berichtet Wahlleiterin Trudi Hartung. Mehr als 6000 Briefwahl-Anträge habe es bisher für die Stichwahl gegeben. Ob die am Ende tatsächlich alle auch wählen werden, ist zwar nicht klar. Bislang allerdings deute viel auf eine hohe Rückläuferquote hin. Und: Wer in das Wahlbüro am Marktplatz komme, um seine Briefwahl zu beantragen, lasse dort meist auch direkt seinen Stimmzettel. Die im Wahlbüro aufgebauten Wahlkabinen werden regelmäßig genutzt.

Trotzdem werden am Sonntag, wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, wohl bei weitem nicht so viele Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, wie noch vor zwei Wochen. Die zeitgleiche Ausrichtung von OB-Wahl und Bundestagswahl hatte die Beteiligung vor zwei Wochen in die Höhe getrieben. Dieser Effekt bleibt nun aus.

Für das Wahlteam um Trudi Hartung ändert dies aber erst einmal nichts. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist es zum Beispiel nicht möglich, in Anbetracht der erwarteten niedrigeren Wahlbeteiligung einzelne Wahllokale zusammenzuziehen. Alles muss bleiben, wie es im ersten Wahlgang war. Das gilt auch für die Zahl der Wahlhelfer, die am Sonntag im Einsatz sein werden. Deren Zahl muss pro Wahllokal zwischen fünf und neun liegen, so wolle es das Gesetz. Entsprechend flott musste auch die Suche nach zusätzlichen Wahlhelfern vonstatten gehen, nachdem klar war, dass es eine Stichwahl geben wird. „Wer für die erste Wahl angeschrieben wurde und wegen Urlaub oder einer Dienstreise abgesagt hatte, wurde noch einmal von uns angeschrieben“, erklärt Hartung. Alle Rückmeldungen sind zwar noch nicht eingegangen, aber das Wahlteam ist dennoch entspannt. Es wird wohl kein Problem sein, wieder rund 560 Wahlhelfer zu akquirieren. „Wir können mit den derzeitigen Zahlen sehr gut leben“, sagt Hartung.

Gut im Zeitplan

Ohnehin seien die Vorbereitungen für die Wahl am Sonntag in vollem Gange und lägen gut im Zeitplan. „Wir sind sogar ein bisschen vorne dran“, sagt die Wahlleiterin.

Noch gepackt werden müssen die blauen Taschen, die das Team in jedem Wahllokal am Samstag ausgehändigt bekommt. Enthalten sind darin etwa alle Infos und Unterlagen über gesetzliche Regelungen, Stifte, Klebestreifen und Büroklammern, aber auch die Umschläge für die Stimmzettel und Siegelmarken für die Wahlurnen. Weil ebenfalls ein Ausdruck der relevanten Teile des Wählerverzeichnisses in die Taschen kommt, können diese nicht früher fertig gemacht werden.

Denn das Wählerverzeichnis werde permanent aktualisiert. „Wir bekommen pro Tag etwa 70 bis 100 Meldungen über Veränderungen im Melderegister. Die sind zwar nicht alle relevant für das Wählerverzeichnis, aber sie könnten es sein. Also müssen wir sie überprüfen“, erklärt Hartung.

Wenn am Sonntagabend die vorläufigen Endergebnisse der OB-Wahl feststehen, wird das Wahlteam erst einmal durchschnaufen können. Der größte Aufwand liegt dann hinter den Organisatoren der Wahl, auch wenn es wohl noch rund zwei Wochen dauern wird, bis alle restlichen Arbeiten erledigt sind.

Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse