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Kitas in Rüsselsheim: Warum FSJler den Mangel an Betreuungspersonal ausgleichen sollen

Die Stadt will jungen Menschen die Chance eröffnen, an einer der Kitas in Rüsselsheim ein Freiwilliges Soziales Jahr zu leisten. So soll dem Fachkräftemangel an den Betreuungseinrichtungen begegnet werden.
In Rüsselsheimer Kitas soll bald ein FSJ möglich sein. Foto: Julian Stratenschulte (dpa) In Rüsselsheimer Kitas soll bald ein FSJ möglich sein.
Rüsselsheim. 

Die Stadt Rüsselsheim will ihre Bemühungen um zusätzliches Personal für Kitas und Betreuungsschulen intensivieren und hat dazu vor allem die eigene Ausbildung von Erziehern im Fokus. Zudem soll die Möglichkeit für junge Menschen eröffnet werden, an den Rüsselsheimer Kitas ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Dies geht aus einer Vorlage an die Stadtverordneten hervor, die derzeit im Gang durch die Gremien der Stadtpolitik ist.

Mehr Stellen als Bewerber

Fachkräfte für Kitas und andere Betreuungseinrichtungen sind rar, es gibt in der gesamten Region deutlich mehr Stellen als Bewerber, so dass sich viele Kommunen schwer damit tun, vakante Stellen neu zu besetzen. Rüsselsheim ist dabei keine Ausnahme.

Zudem wurden in der Opelstadt in den vergangenen Jahren bereits mehrere neue Einrichtungen geschaffen, weitere sollen nach dem Willen von Sozialdezernent Dennis Grieser (Grüne) folgen, um dem wachsenden Bedarf Rechnung zu tragen. Und an den Betreuungsschulen sei derzeit ein Trend zu längeren Betreuungszeiten zu verzeichnen, was ebenfalls den Personalbedarf ansteigen lasse. Schon im zurückliegenden Schuljahr sei der Personalbedarf trotz mehrfacher Stellenausschreibungen nicht zu decken gewesen.

Nach den Richtlinien der Stadt soll eigentlich jeder Kita ein Praktikant im Anerkennungsjahr sowie ein Sozialassistent zur Verfügung stehen. Der Stellenplan hielt jedoch mit der baulichen Entwicklung nicht Schritt, so dass derzeit vier Stellen fehlen. Künftig sollen Praxisstellen für alle Einrichtungen bereit gehalten werden, um dem Personalengpass zu begegnen. Alleine mit Stellenausschreibungen könne der „Bedarf an Betreuungspersonal nicht gedeckt werden“.

Für Beruf werben

Zudem soll die Möglichkeit geschaffen werden, ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer der Betreuungseinrichtungen in Rüsselsheim zu absolvieren. So soll bereits vor der eigentlichen Ausbildung zum Erzieher für den Beruf geworben werden. Ein Freiwilliges Soziales Jahr dauert in der Regel zwölf Monate, kann aber um weitere sechs verlängert werden. Sowohl die Freiwilligen als auch die Betreuungsstellen sollen während dieser Zeit eine „fachliche und pädagogische Begleitung und Qualifizierung“ erhalten. Drei solche Einsatzstellen sollen geschaffen werden.

Nicht weitergeführt werden soll hingegen ein Stipendienprogramm, welches 2013 eingeführt wurde. Es habe nicht zu Verbesserungen geführt. Und auch die berufsbegleitende Ausbildung von Erziehern bewährt sich laut Stadt nicht mehr. Grundsätzlich seien durch diese Maßnahme zwar Fachkräfte eingestellt worden. Jedoch werde dieser Ausbildungsweg nur noch gering nachgefragt, weshalb die Stadt wenige Chancen sieht, auf diesem Weg zu mehr Fachpersonal zu kommen. göc

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