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Sozialarbeit: Was die SPD-Abgeordnete Kerstin Geis beim Diakonischen Werk gelernt hat

Von SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis besuchte am Freitag die Einrichtungen des Diakonischen Werks in Rüsselsheim. Leiter Lucian Lazar und zwei Sozialarbeiterinnen informierten über die Hilfen, die dort angeboten werden.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis (links) beim Essen im Gespräch mit Besucherin Christina Schmitt. Die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis (links) beim Essen im Gespräch mit Besucherin Christina Schmitt.
Rüsselsheim. 

Einiges wurde aufgetischt für den Besuch der Landtagsabgeordneten Kerstin Geis, die bei ihrer Sommertour auch das Diakonische Werk in Rüsselsheim besuchte. Die Besucher der Tagesstätte „Der Club“ vom Diakonischen Werk hatten am vergangenen Freitagmittag verschiedene Salate, Baguettes und Melonenstücke in der Küche drapiert, die dann bei einem gemeinsamen Essen verspeist wurden. Dort wurde gelacht, über Fußball philosophiert, aber auch viel über die Hilfen gesprochen, die das Diakonische Werk anbietet.

Brauchte Hilfe

Im Gespräch erzählt Christina Schmitt, dass sie schon seit drei Jahren von der Diakonie zu Hause betreut werde und seit über einem Jahr regelmäßig das Angebot des Clubs nutze. Die Rüsselsheimerin habe sich lange Zeit bei sich zu Hause eingeschlossen, niemanden an sich heran gelassen. „Ich war nur zu Hause, habe alles abgedunkelt, bin verwahrlost“, sagt sie den Anwesenden. In den Club komme sie sehr gerne, hier fühle sie sich wohl und werde bestärkt. Er sei wie eine Familie für sie.

Seit 2007 gibt es den Club schon, der im Zuge eines Umbaus geschaffen wurde. Viermal pro Woche treffen sich dort derzeit regelmäßig etwa zehn Besucher. Jeder ist willkommen. Viele von ihnen werden auch im betreuten Wohnen unterstützt. Mit dem Club bekämen die Besucher wieder eine feste Struktur und lernten Alltägliches wieder neu. „Mir ist es sehr schwer gefallen, Ordnung zu halten, das habe ich hier wieder gelernt“, sagt Schmitt.

Leiter Lucian Lazar und die Sozialarbeiterinnen Kerstin König und Eva Seegmüller zeigen Geis, welche Ausflüge in der nächsten Zeit gemacht werden und wie sich die Besucher beim Basteln, Nähen oder gemeinsamen Spielen kreativ einbringen. „Jeder Mensch hat Stärken, die wir hier fördern können“, sagt Seegmüller. Schon vor dem Essen unterhielt sich Geis in den Büroräumen der Diakonie mit Lazar, König und Seegmüller. Lazar stellte die Arbeit des Diakonischen Werks vor.

Es sind Menschen, die aus den Fugen des Lebens herausgefallen seien – geholfen werde vielen Obdachlosen und Suchtkranken, die nicht mehr selbst zurechtkommen, sich aufgegeben haben, überfordert sind oder psychische Erkrankungen haben. „Wir bauen um diese Personen ein Netzwerk an Hilfe auf“, sagt Seegmüller.

Hoffnung nicht verlieren

„Wie können Sie mit dieser Arbeit umgehen? Mich würde das fertig machen,“ fragt Geis die beiden Sozialarbeiterinnen. Der Austausch sei wichtig, antwortet Seegmüller – außerdem die Hoffnung: „Jeder Mensch hat seine Würde und seine Stärke und jeder hat auch die 25zigste Chance verdient“, führt sie fort.

Auch über Bildung, Kinderbetreuung sowie Erziehung und bezahlbaren Wohnraum tauschen sich die Frauen und Männer aus, denn diese Themen beschäftigen auch die Mitarbeiter der Diakonie bei ihrer Arbeit.

Dann geht es für Geis noch weiter in den Rugbyring. Dort besucht sie eine Einrichtung der Diakonie für Obdachlose. Bei Kaffee und Kuchen sollen auch hier Gespräche über Wünsche und Nöte geführt werden.

 

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