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Persönlichkeiten der Stadtgeschichte: Welcher Rüsselsheimer hat einen Platz im Ratsaal-Kunstwerk verdient?

Von Über den Köpfen der Stadtverordneten soll ab dem kommenden Jahr ein neues „Vorbild“ leuchten. Bei der Auswahl der Persönlichkeit sollen die Rüsselsheim stärker mitreden als in der Vergangenheit.
Wenn die Stadtverordneten sich zu ihren Sitzungen treffen, leuchten die „Vorbilder“ über ihnen. Bilder > Foto: Robin Göckes Wenn die Stadtverordneten sich zu ihren Sitzungen treffen, leuchten die „Vorbilder“ über ihnen.
Rüsselsheim. 

Die Diskussion um die „leuchtenden Vorbilder“ Rüsselsheims soll in die Mitte der Stadtgesellschaft getragen werden. „Wir reagieren mit unseren Planungen auf Kritik, die vor drei Jahren aufkam“, sagt Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser (Grüne).

Damals stand zum letzten Mal die Frage an, welche Persönlichkeit der Opelstadt im Kunstwerk Vollrad Kutschers, welches den Ratssaal prägt, verewigt werden sollte. Der Wunsch kam auf, die Diskussion auf breitere Beine zu stellen und nicht alleine einer Jury zu überlassen.

Vorschläge in der Innenstadt

Dem will Grieser nun Rechnung tragen. Bereits zum Rieslingssonntag am 9. Oktober werden 32 großformatig auf halb transparenter Oberfläche ausgedruckte Portraits in den Fensterfronten des Opel-Altwerks die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie zeigen jene Persönlichkeiten, welche bislang bereits als Ergänzung des Kunstwerks im Ratssaal vorgeschlagen wurden. Zudem ist eine Lichtinstallation Anfang des kommenden Jahres in der Innenstadt in Planung.

In einer Broschüre, welche etwa den Schulen in Rüsselsheim zugegangen ist und die auch auf der Homepage www.leuchtende-vorbilder.de abrufbar ist, werden die Persönlichkeiten umfassend vorgestellt. Unter den Vorgeschlagenen finden sich Rüsselsheimer Urgesteine wie etwa der Fastnachter Willi Bender oder der Unternehmer Horst Meffert ebenso wie etwa der umstrittene Physiker Klaus Fuchs.

Nicht aufgenommen wurde hingegen der ehemalige Bürgermeister Walter Köbel, der zwar vorgeschlagen, aufgrund seiner NSDAP-Vergangenheit jedoch ausgeschlossen wurde. Verschweigen wollten die Verantwortlichen allerdings auch Köbel nicht, so dass die Tatsache, dass er vorgeschlagen wurde, in Griesers Grußwort in der Broschüre thematisiert wird. „Das solche Debatten auch geführt werden, macht das Kunstwerk aus. Deshalb wollten wir das auch nicht einfach unter den Tisch fallen lassen“, sagte Grieser.

„Ein tolles Spektrum“

Von der bisherigen Vorschlagsliste ist der Künstler Vollrad Kutscher angetan. „Das ist ein tolles Spektrum ganz unterschiedlicher Menschen aus allen möglichen Berufsgruppen und aus vielen Jahrzehnten“, sagt er. Die Debatte um die leuchtenden Vorbilder mit der Plakataktion zum Rieslingssonntag in die „Mitte der Gesellschaft“ zu tragen, finde er gut. „Das ist ein toller Ort dafür. Kutscher und Grieser hoffen, dass die zusätzliche Aufmerksamkeit für das Projekt auch zu weiteren Vorschlägen führt.

Denn abgeschlossen ist die Vorschlagsliste für das neue „leuchtende Vorbild“ noch nicht. Bis zum 29. Oktober können noch Vorschläge in die Diskussion eingebracht werden. Am 9. November können Für und Wider der einzelnen Persönlichkeiten dann noch während einer Podiumsdiskussion angesprochen werden.

Die Jury, welche schließlich Ende November tagen und das neue „leuchtende Vorbild“ bestimmen wird, setzt sich aus Mitgliedern des Ältestenrats der Stadtverordnetenversammlung und aus dem Kreis der Kulturpreisträger der Stadt zusammen. Einigt sich die Jury auf ein neues „leuchtendes Vorbild“, wird dieses voraussichtlich ab Ende Januar oder Anfang Februar 2017 für zusätzlichen Glanz im Rund des Ratssaals sorgen.

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