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Seniorenwohnanlage: Wohnen nach Bielefelder Modell

Von Beim Bielefelder Modell hat eine Seniorenwohnanlage einen Pflegedienstleister im Haus. Bei Bedarf kann er in Anspruch genommen werden. In der geplanten Seniorenwohnanlage Bauschheim wird das bald möglich sein.
Unterschiedlich große Fenster lockern die Fassade optisch auf. Unterschiedlich große Fenster lockern die Fassade optisch auf.
Bauschheim. 

In Bauschheim wohnen, solange es eben geht, das wünschen sich viele Bewohner des Stadtteils. Mit dem neuen Projekt der Gesellschaft für Bauen und Wohnen (Gewobau) wird das für viele Menschen möglich: An der Rheingauer Straße, direkt gegenüber dem Kindergarten, entsteht mitten im Ort eine Seniorenwohnanlage für bis zu 72 Bewohner. Im Februar soll die Baustelle eingerichtet, im März mit dem Bau begonnen werden. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die ersten Mieter im März 2018 einziehen.

Es entsteht ein Gebäude in Form eines gedrungenen U, das mit Laubengängen erschlossen wird. Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sind auf drei Etagen verteilt. Alle sind barrierefrei, manche auch rollstuhlgerecht. Alle verfügen über eine große Loggia. Die sogenannten französischen Fenster reichen bis zu den Fußböden hinunter. „Da kann man viel Licht und Luft hereinlassen“, sagt Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein. Vor allem für ältere Menschen, die ihre Wohnung nur noch selten verlassen können, sei das ein wichtiger Faktor.

30 der 36 Wohnungen haben zwei Zimmer. Die Anlage sei deshalb ein attraktives Angebot für Paare, stellt Regenstein fest.

Die Hälfte der Wohnungen ist frei finanziert, die andere öffentlich gefördert. Danach richtet sich die Höhe der Miete (lesen Sie dazu auch „Die Wohnanlage in Zahlen“).

Der Gebäudekomplex passt nach Ansicht von Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) sehr gut in den Stadtteil. Die Fassade wirke aufgelockert schon wegen der unterschiedlichen Fenstergrößen, ergänzt Regenstein.

Im Erdgeschoss sind Gemeinschaftsräume und ein Café untergebracht. Sie sollen möglichst auch von den anderen Menschen im Stadtteil genutzt werden. Besonders viel Wert haben die Planer auf die Gestaltung des Außengeländes gelegt. Es entstehen zwei Höfe. Der Hof „Morgenrot“ wird mit Gleditsien, der Hof „Abendrot“ mit Magnolien bepflanzt.

Der Clou sind die drei Dachterrassen im zweiten Stock, die von allen Bewohnern genutzt werden können. „Da kann man sich im Sommer auch mal einen Liegestuhl rausstellen“, sagt der Gewobau-Geschäftsführer. Die Dachgärten werden mit Hochbeeten ausgestattet, die nach Wunsch von den Bewohnern selbst genutzt und gepflegt werden können. Auf einer Dachterrasse entsteht sogar ein Wintergarten, von den Planern „Orangerie“ genannt.

Pflegedienst im Haus

Das ganz Besondere an der neuen Anlage ist der Betrieb im Bielefelder Modell. Es sieht vor, dass ein Pflegedienstleister mit ins Haus zieht. In diesem Fall ist es nach Angaben von Regenstein das familiengeführte Unternehmen Pro Salus aus Mainz. Das Modell bietet den Bewohnern Sicherheit im Bedarfsfalle. „Das ist kein betreutes Wohnen“, betont Regenstein. Deshalb wird auch keine Betreuungspauschale fällig. Selbstverständlich kann auch ein anderer Pflegedienst von außerhalb in Anspruch genommen werden.

Der Dienstleister bezieht Räume im Erdgeschoss des Gebäudes. Von dort aus kann er seine Dienste auch im Stadtteil anbieten. Im Haus reicht das Angebot von der Unterstützung bei der Anwendung ärztlicher Verordnungen bis zur Kurzzeitpflege, wenn Angehörige einmal eine Auszeit benötigen oder verhindert sind. Hauswirtschaftsdienst können vermittelt werden. Bezahlt werden muss nur im Bedarfsfall.

Ein Name für die Wohnanlage muss noch gefunden werden. Wegen des besonderen Dienstleistungsmodells, mit dem Rüsselsheim „neue Wege geht“ (Burghardt) gibt es derzeit den Arbeitstitel „Wohnen plus“.

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