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Süße Abkühlung: Zu Besuch bei einem Speiseeisproduzenten

Sommerzeit ist Eiszeit. Wir haben einer Mitarbeiterin des Unternehmens Gastro Eis bei der Eisproduktion über die Schulter geschaut.
Fertig ist das Eis, das Renate Tobiaz von der Eismaschine in die Behälter füllt. Fertig ist das Eis, das Renate Tobiaz von der Eismaschine in die Behälter füllt.
RAUNHEIM. 

Es riecht tatsächlich nach Eis in der kleinen Produktionshalle. Zart. Aber immerhin doch so intensiv, dass einem auf der Stelle das Wasser im Mund zusammenläuft. Die erfrischende, süße Abkühlung muss noch warten. Zunächst steht das Gespräch mit Renate Tobiaz an.

Die 44-jährige Frau mit polnischen Wurzeln produziert Eis beim schon seit 28 Jahren in Raunheim ansässigen Unternehmen Gastro Eis. Da liegt natürlich eine Frage auf der Hand: Kann sie Eis überhaupt noch sehen und genießen, wo doch in einem richtig heißen Sommermonat bis zu 36 000 Liter Eis hergestellt werden? Die übliche Menge liegt bei 24 000 Liter.

Inhalte kennen

Doch, sie esse gerne Eis, aber keine großen Mengen. „Wir alle essen jeden Tag Eis“, sagt sie lachend und strahlt dabei sommerliche Lebensfreude aus. Nein, sie verliere nicht den Appetit an Eis, gerade weil sie es selbst herstelle und um die Inhalte Bescheid wisse.

Die gesamte Belegschaft, insgesamt neun Mitarbeiter, zählt Geschäftsführer Tom Börner, Sohn des Firmengründers Karlheinz Börner, auf, teste regelmäßig das Eis – insbesondere wenn neue Sorten kreiert werden. Renate Tobiaz führt gut gelaunt durch die Produktionshalle und trifft Familienangehörige. Schwester Zofia Tobiaz und Schwägerin Viola Tobiaz sind nämlich auch bei dem Unternehmen beschäftigt.

Jeder macht bei der Eisproduktion alles. Für das Milchspeiseeis und das Fruchtspeiseeis bereitet Renate Tobiaz die Basen vor. Für das Milchspeiseeis mischt und kocht sie Milch mit Zucker, Sahne und verschiedenen anderen geheimen Produkten ein. Für das Fruchtspeiseeis verwendet sie Wasser, Zucker und verschiedene Zutaten. Die Basen pasteurisiert sie, um Keime abzutöten und kühlt sie danach auf vier Grad herunter.

Für zehn Kilo Fruchtspeise-
eis fügt sie dann noch einmal etwa 2,5 Kilo frische oder tiefgefrorene Früchte hinzu. Für das Milchspeiseeis verwendet sie Aromapasten aus Italien.

Gastro Eis stellt 25 Sorten Milchspeiseeis, elf Sorten Fruchtspeiseeis und acht Prämiensorten her. In diesem Jahr sind Wassermelone, Ricotta mit Kirsch sowie Karamell mit Salz neue Kreationen, die gut angenommen werden.

Die Mischungen füllt Tobiaz in die Eismaschine, wo sie bei minus zwölf Grad gerührt werden. Nun kommt der schönste Moment: Die fertige Eiscreme wird aus einer kleinen Öffnung aus der Eismaschine in einen Behälter gedrückt. Jetzt wird das fertige Eis bei minus 40 Grad schockgefrostet, anschließend bei minus 18 Grad gelagert. Das sind alles eingespielte Handgriffe, fast Fließbandarbeit. Aber Tobiaz will von monotoner Arbeit nichts wissen. „Wird nicht jede Arbeit irgendwann eintönig?“, fragt sie und hat immer noch ihr freundliches Lächeln im Gesicht.

Es schmeckt den Kunden

Ihr bereitet die Eisproduktion Freude. Vor allem, weil sie weiß, dass das Eis den Leuten schmeckt. Denn diese Kunde verbreiten die Fahrer der Firma immer wieder unter den Mitarbeitern. Selbst der Stress an den produktionsreichen Tagen lässt ihre gute Laune nicht verfliegen. „Dann ist halt Stress, es gibt auch ruhige Tage“, stellt sie lapidar fest.

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