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Mathe-Ass Cedrik Kowalik: Zu Hause in der Welt der Zahlen und Gleichungen

Vor knapp fünf Jahren machte Cedrik Kowalik als 14 Jahre junges Mathe-Ass Schlagzeilen. Unser Mitarbeiter Ralph Keim hat ihn jetzt erneut besucht, um zu sehen, was aus ihm geworden ist.
Als Teenie war Cedrik Kowalik aus Ginsheim ein Mathe-Ass. Daran hat sich nichts geändert. Inzwischen studiert er – wen wundert’s – Mathematik in Darmstadt. Foto: (RALPH KEIM) Als Teenie war Cedrik Kowalik aus Ginsheim ein Mathe-Ass. Daran hat sich nichts geändert. Inzwischen studiert er – wen wundert’s – Mathematik in Darmstadt.
GINSHEIM. 

Woran die meisten Schüler verzweifeln, löst er mit einem entspannten Lächeln. Was für viele ein Buch mit sieben Siegeln darstellt, ist für ihn so klar und so verständlich wie die Abseitsregel für den Schiedsrichter: Cedrik Kowalik aus Ginsheim kennt sich bestens aus in der ebenso geheimnisvollen wie faszinierenden Welt der Zahlen, Formeln und Gleichungen.

Schon als Kind und Jugendlicher hat sich Cedrik Kowalik in dieser Wissenschaft wohlgefühlt – und bei verschiedenen Wettbewerben und bei der Mathematik-Olympiade etliche Preise gewonnen. Deswegen hatte das Rüsselsheimer Echo bereits 2014 über ihn berichtet.

Bei einem erneuten Besuch knapp fünf Jahre später fällt sofort auf, dass der jetzt 19-Jährige körperlich einen gehörigen Satz in die Länge gemacht hat. In dieser Hinsicht hat sich der Teenie Cedrik völlig normal zu einem jungen Erwachsenen entwickelt. Die Antwort auf die wichtigste Frage bietet ebenfalls keine Überraschung. „Ich studiere Mathematik an der Technischen Universität in Darmstadt“, erzählt Cedrik.

Hätten Sie ihn erkannt? Cedrik Kowalik beim Echo-Besuch im Jahr 2013. Da war das Mathe-Ass 14 Jahre alt. Bild-Zoom Foto: (RALPH KEIM)
Hätten Sie ihn erkannt? Cedrik Kowalik beim Echo-Besuch im Jahr 2013. Da war das Mathe-Ass 14 Jahre alt.

Kein Klavier mehr

Hätte er als Fach Musik genannt, wäre das Staunen groß gewesen. Denn vor fünf Jahren lernte Cedrik noch Klavier. „Doch das habe ich inzwischen aufgegeben“, räumt er ein. Das war dann doch nicht so sein Ding. Viel lieber sucht er beim Judo und im Fitness-Studio einen körperlichen Ausgleich zum rauchenden Verstand. Außerdem steht zurzeit der Führerschein an.

Cedrik besuchte das Neue Gymnasium in Rüsselsheim, wo er im vergangenen Sommer sein Abitur mit einem Schnitt von 1,4 bestand. Damals bekam er kontinuierlich Einsen und griff zur Freude seiner Lehrer seinen Mitschülern gerne unter die Arme, wenn diese bei den Gleichungen und Formeln nur Bahnhof verstanden.

Schon lange vor dem Abi war Cedrik klar, wohin die Reise gehen würde: Und so pendelt er seit einigen Monaten von Ginsheim über Bischofsheim nach Darmstadt und am Nachmittag wieder zurück. „Das ist zwar ein bisschen nervig, aber Darmstadt ist ein ausgezeichneter Standort“, zeigt sich der 19-Jährige zufrieden mit der Wahl seines Studienstandorts.

Keine Uni-Probleme

Wie in der Schule hat Cedrik auch im Hörsaal keinerlei Probleme, bei dem anspruchsvollen Stoff mitzukommen. Was Noten für einen begabten Musiker, der Fußball für ein sportliches Talent und die Buchstaben für einen Journalisten oder Schriftsteller bedeuten – das ist für Cedrik Kowalik eben die Welt der Zahlen.

Und so soll es in einigen Jahren auch im Beruf sein. Was genau er einmal werden will, weiß Cedrik Kowalik zwar noch nicht. Aber er kann sich gut vorstellen, als Mathematiker in der Wirtschaft zu arbeiten.

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