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Christiane Winter: Ihr Herz schlägt für Kinderbücher

Von Christiane Winter leitet seit September die Jugendbücherei im Rathaus Niederdorfelden. Bücher sind die große Leidenschaft der 51-jährigen Quereinsteigerin. Zwar hat sie als Vorleserin schon erste Erfahrungen im Bereich Kinderbuch in der Kindertagesstätte Pusteblume gesammelt, doch eigentlich ist Winter diplomierte Agrarwissenschaftlerin.
Christiane Winter, neue Leiterin der Bücherei, zeigt beliebte Kinderbücher, die häufig ausgeliehen werden. Christiane Winter, neue Leiterin der Bücherei, zeigt beliebte Kinderbücher, die häufig ausgeliehen werden.
Niederdorfelden. 

Ein Jahr lang hat sich Christiane Winter, Mutter eines zwölfjährigen Sohnes, Zeit genommen, um den Kindern der Kita Pusteblume das Medium Buch näher zu bringen. Ihre Zuhörer waren Drei- bis Fünfjährige und Vorschulkinder. „Über das Vorlesen haben sie sich sehr gefreut. Im Herbst habe ich als spielerisches Element als Ergänzung zum Vorlesen ein Kartoffelmännchen eingesetzt“, erinnert sich Winter.

Dabei hat sie beobachtet, dass Vorschulkinder Bücher mit Bildern lieben und sich Vierjährige über Fragen zum Text freuen. „Es gibt Kinder, die lesen sehr viel, andere lesen kaum. Da ist die Bandbreite sehr groß“, weiß Winter. Während sie über ihre Leidenschaft für Kinderbücher spricht, kommen Kinder mit Eltern oder Großeltern in die Bücherei, wie die neunjährigen Brüder Florian und Benjamin Laux aus Niederdorfelden, in Begleitung ihres Opas Helmut Laux. Der trägt einen Stoffbeutel mit Büchern, die die beiden zurückgeben wollen.

Am liebsten lesen die Viertklässler Geschichten in der Reihe „Drei Fragezeichen“ oder „Das magische Baumhaus“. Die Bücherei ist auch ein beliebter Treffpunkt: Einige Kinder erzählen gerne, was sie lesen, oder in der Schule erlebt haben. Winter hört zu, gibt Büchertipps. Sie hat bei der Stadt Stuttgart als Agrarwissenschaftlerin gearbeitet, ist 1998 nach Niederdorfelden gezogen. Heute ist sie Mutter und Hausfrau und engagiert sich in der Nachbarschaftshilfe.

Guter Ersatz

Die Leitung der Bücherei mit zwölf Stunden monatlich hat sie von Vorgängerin Sabine Seeger übernommen. Seeger hat bisher als Teilzeitkraft in der Stadtbücherei Bad Vilbel gearbeitet und die Bücherei in Niederdorfelden betreut. Als ihr eine Stelle als Vollzeitkraft angeboten wurde, ist ihre Stelle in Niederdorfelden frei geworden. Da Winter und Seeger sich kennen, weil Winter fleißige Besucherin der Stadtbücherei gewesen ist, war schnell „ein guter Ersatz gefunden“, wie es Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) formuliert hat. Mitbewerber gab es keine. Offiziell ausgeschrieben wurde die Stelle nicht.

„2000 Bücher sind im Bestand sowie etwa 100 CDs für Erwachsene“, sagt Winter. Hardcover-Ausgaben gibt es für Leseanfänger, eine große Auswahl an Literatur für Grundschüler und Erstleser. Dazu zählen Kinder- und Jugendromane sowie Sachbücher für Kinder. Gerne ausgeliehen werden laut Winter Klassiker wie „Momo“, „Tschick“ und „Tintenherz“ oder klassische Märchen. „Die Arbeit in der Bücherei ist interessant, ich habe mit Leuten zu tun und kann auswählen, welche Bücher angeschafft werden“, sagt Winter.

Seit 40 Jahren

Das kostenlose Angebot der Gemeinde besteht schon seit 40 Jahren. „Vor vielen Jahren war die Bücherei in der Grundschule etabliert“, sagt Winter. Die Einrichtung erachtet sie als wichtig, da Niederdorfelden zu den kinderreichsten Gemeinden Hessens zähle.

Laut ihren Beobachtungen haben viele Familien zu Hause nicht ausreichend Platz für große Bücherregale. Die Struwwelpeterschule opfert wöchentlich pro Jahrgang eine Stunde für den Besuch der Bücherei. Seit etwa drei Jahren ist zudem der Buchbestand digitalisiert.

Zum Hauptgeschäft zählen die Ausleihe, Rückgabe und Beratung sowie das Erstellen der Statistik zum Jahresende. „Ich beschaffe neue Bücher, nehme ältere aus dem Bestand und klebe und binde Bücher ein“, sagt Winter. Bei Kindern, sagt sie, werden vor dem zehnten Lebensjahr die Weichen gestellt, ob sie später gute Leser sind. Heute gebe es besser aufbereitete Literatur, als noch vor einigen Jahren.

 

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