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Künstlerinitiative in Karben: Winter-Kunst bringt Licht ins Dunkel

Von Die Karbener Künstlerinitiative lädt am Samstag (9. Dezember) ab 15 Uhr zum Tag der offenen Tür ins neue „Atelier 17“ ein. Zudem wird die Ausstellung „Winter im Atelier 17“ eröffnet.
Rüdiger Kaffenbergers Objektkunstwerk trägt den Titel „Einer muss dran glauben“. Die Tannenzapfen stehen symbolisch für eine Wiese voller Tannenbäume, von denen einer in der Vorweihnachtszeit „dran glauben“ muss. Foto: Susanne Krejcik Rüdiger Kaffenbergers Objektkunstwerk trägt den Titel „Einer muss dran glauben“. Die Tannenzapfen stehen symbolisch für eine Wiese voller Tannenbäume, von denen einer in der Vorweihnachtszeit „dran glauben“ muss.
Karben. 

„Wir freuen uns riesig über unser neues Atelier. Darin können wir künftig regelmäßig ausstellen, Workshops und Vorträge anbieten sowie gemeinsam künstlerisch tätig sein.“ Cynthia Nebel und Iris Müller, die beiden Vorsitzenden der Karbener Künstlerinitiative, sind überglücklich über die neuen Räume, die der Verein im Juli 2017 bezogen hat (wir berichteten).

Beim Tag der offenen Tür am Samstag präsentieren 19 Vereinsmitglieder ihre Kunstwerke. Das Spektrum ist sowohl hinsichtlich der gewählten Motive als auch bezüglich der Techniken vielfältig, alle eint das Motto „Winter“.

Stellen ihre Werke aus (von links): Mary Sattler, Rolf Theis, Cynthia Nebel, Iris Müller, Rüdiger Kaffenberger und Jörg Müller. Bild-Zoom Foto: Susanne Krejcik
Stellen ihre Werke aus (von links): Mary Sattler, Rolf Theis, Cynthia Nebel, Iris Müller, Rüdiger Kaffenberger und Jörg Müller.

Um Pflanzen im Winter geht es bei den Illustrationen von Iris Müller. „Rasen bei Frost nicht betreten“ und „Weihnachtsbaum gießen nicht vergessen“: Diese und andere kluge Ratschläge zum Umgang mit Pflanzen in der Winterzeit gibt die kleine Maus auf dem Bild, passend zur Jahreszeit mit Nikolausmütze und Handschuhen gekleidet. Müller illustriert mit den in Aquarell mit Pigmenttusche gefertigten Bildern den Garten-Newsletter, den Cynthia Nebel mit ihrer Firma „Wohn(t)räume“ herausgibt.

Winterliche Landschaft

Mary Sattlers großformatige, mit Ölfarben gemalte Bilder zeigen Impressionen der winterlichen Landschaft im Taunus. Auf einem Bild werfen große, kahle Bäume ihre mächtigen Schatten auf den mit Schnee bedeckten Waldboden, während im Hintergrund der blaue Himmel zu sehen ist, von dem die Sonne scheint.

Für sie liege die Herausforderung darin, „dass es handwerklich gelingt und dass es jemandem gefällt“. Zudem begeistere sie sich dafür, wenn Dunkelheit und Helligkeit kontrastierend aufeinandertreffen, sagt Sattler. „In Bezug auf Bilder mag ich es dramatisch“, fügt sie hinzu.

2012 gegründet

Dem 2012 gegründeten Verein Karbener Künstlerinitiative gehören rund 45 Künstler an. Das neue Atelier im Hof „Bei Anna“, Christinenstraße 17, hat der Verein im Juli 2017 bezogen.

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Rolf Theis hat sich vom „letzten Schnee an der Nidda“ zum gleichnamigen Bild inspirieren lassen. Auf einem großformatigen, in Acryl auf Leinwand gemalten Bild hat er die Landschaft an der Nidda in Karben festgehalten, in der Schneereste von einem vergangenen Winter zeugen. Indes sind an den Bäumen und Sträuchern Vorboten des herannahenden Frühjahrs zu erkennen. Das Bild sei leicht impressionistisch, was am geschwungenen Pinselstrich deutlich werde, sagt Theis.

Weihnachtliche Rituale

Cynthia Nebel hat bunte, mit Raureif überzogene Weihnachtskugeln auf grünes und braunes Laub gelegt. Durch Bearbeitung am Computer vermitteln die Fotos, in der entsprechenden Reihenfolge aufgehängt, den Eindruck, als ob von Bild zu Bild eine bunte Farbkugel mehr dazukommt, wie beim Anzünden eines Adventskranzes. „Die weihnachtlichen Rituale bringen für uns alle Farbe und Licht in die dunkle Jahreszeit“, sagt Nebel.

Mit seinen digitalen Fotografien hat Jörg Müller Naturimpressionen sowie Szenen vor der Haustür festgehalten. So strahlt Katze Maja Ruhe und Gemütlichkeit aus, während sie in einer ausrangierten Obstkiste vor sich hin döst. Zudem arbeite er mit Holz, „ich mache Drexel- oder Sägearbeiten“, erzählt Müller.

„Ich finde es schade, wenn Sachen weggeworfen werden und freue mich, wenn ich daraus etwas machen kann“, erzählt Rüdiger Kaffenberger. Dabei entsteht Objektkunst. Passend zur Vorweihnachtszeit hat er sein Werk „Einer muss dran glauben“ genannt. Die Tannenzapfen hätten seine Enkel gesammelt und gefragt: „Opa, kannst du damit was anfangen?“

Und der Opa hat daraus ein Kunstwerk gefertigt. Er hat diese „Tannegickel“ auf einen Bilderrahmen angebracht, nachdem er sie mit einer Bandsäge halbiert hat, erzählt er. Ein Estrichgitter und Reste von Geschenkpapier sowie -schleifen zieren den Rahmen, auf dem die Tannenzapfen angebracht sind. Ein glitzernder sticht aus der Menge heraus.

„Kleine, geschliffene Glassteine sorgen für den Glitzereffekt“, sagt Kaffenberger. Dieser eine sei quasi auserkoren, aus einem Feld von Tannenbäumen geschlagen zu werden, um als Weihnachtsbaum ein Wohnzimmer zu schmücken, erzählt Kaffenberger schmunzelnd.

Jazz und Glühwein

Am Samstag, 15 Uhr, lädt der Verein ins Atelier, Christinenstraße 17, Groß-Karben, ein. Es gibt Musik vom Jazztrio, Glühwein, Punsch und Plätzchen.

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