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Richtfest für Rewe-Markt: Witterung verzögert Baufortschritt

Mit mehreren Monaten Verspätung feiert bei bestem Sommerwetter wurde jetzt das Richtfest des neuen Einkaufsmarkts gefeiert. Voraussichtlich im Herbst wird der Markt seine Tore öffnen.
Richtspruch: Der Rohbau des neuen Lebensmittelmarktes in Wöllstadt steht. Richtspruch: Der Rohbau des neuen Lebensmittelmarktes in Wöllstadt steht.
Wöllstadt. 

Das Wetter hatte dem Investor Hauke Weller vom Projektentwickler GHI aus Linden in den vergangenen Monaten oftmals einen kräftigen Strich durch seinen Zeitplan gemacht. Denn eigentlich war geplant, den Supermarkt zwischen Nieder- und Ober-Wöllstadt auf einem Teil des ehemaligen Sportplatzgeländes in der Adventszeit vergangenen Jahres zu eröffnen. Eine lange Frostperiode und mehrfacher starker Regen hatten den Zeitplan für das rund sieben Millionen teure Projekt immer wieder durcheinander gewirbelt.

Doch nun sei man wieder in der Zeitschiene und alles laufe bestens, so jedenfalls die Worte des Investors. Das Richtfest ist offensichtlich auch ziemlich kurzfristig angesetzt worden, denn zum Erstaunen des Zimmermannes Kai Laumann, der den Richtspruch vom Dach sprechen soll, gibt es keinen Richtkranz und auch keinen Richtbaum.

Für ihn offensichtlich eine Art Todsünde des Bauherrn, über die er dann seinen Richtspruch auch prompt vergisst. Selbst bei zweiten und dritten Neubeginn scheitert er mit seinem Spruch jeweils bei dem Hinweis auf den nicht vorhandenen Baum und gerät ins Stocken.

Regionale Produkte

Erst beim vierten Anlauf wählt er nach einer kurzen Pause einen anderen Spruch und wünscht allen, die mit dem Bau zu tun haben, ein gutes Gelingen. Das wünscht sich auch die zukünftige Betreiberin des Marktes, Manuela Kimes. Sie ist in Wöllstadt keine Unbekannte, denn sie hat in den 90er-Jahren bereits den HL-Markt in Nieder-Wöllstadt mehrere Jahre geleitet. Zuletzt war sie sieben Jahre lang Leiterin des Rewe-Markts in Köppern. „Einmal Rewe, immer Rewe,“ meint sie
lachend.

Auch wenn die Lebensmittelkette dem 2700 Quadratmeter großen Markt, davon rund 1900 Quadratmeter Verkaufsfläche, das typische Rewe-Erscheinungsbild verpassen wird, so hat sie doch bei der Gestaltung ein Mitspracherecht. „Schließlich bin ich ja nicht umsonst mit mehreren Tests unter einer Vielzahl von Bewerbern für den neuen Job als Marktleiterin ausgesucht worden“, berichtet sie stolz.

Hauptaugenmerk will die Mittvierzigerin auf die Regionalität ihrer Angebote legen, und dann zählt sie eine Reihe von Landwirtschaftsbetrieben in der näheren Umgebung auf, die ihren Markt beliefern werden. Neben den typischen Frische-Theken soll ihr Markt dann aber doch noch eine Besonderheit aufweisen, nämlich einen Blumenstand. Die Besitzerin des Blumenladens Müller will nach 30 Jahren ihren Blumenladen in Nieder-Wöllstadt für immer schließen und dann als eine der 55 Mitarbeiter bei Manuela Kimes im Herbst mit dem Blumenverkauf im Rewe-Markt
beginnen.

Kicken vom Erlös

Eine Besonderheit hat das Gebäude aufzuweisen, das sich derzeit noch im Rohbauzustand befindet: Es wird eine Filiale der Volksbank erhalten, die das Projekt nicht nur finanziert, sondern an diesem Vormittag auch notariell erworben hat, wie bekannt wird. „Das ist für uns ein schönes Zeichen, denn während andere Banken auf dem Land ihre Filialen schließen, baut die Volksbank bei uns ihr Filialnetz aus“, lobt Bürgermeister Adrian Roskoni (parteilos) das Engagement des Geldinstituts.

Erste Planungen sahen vor, dass das Großprojekt bereits 2016 entstehen sollte – doch die Änderung des regionalen Flächennutzungsplanes brauchte mehr Zeit als gedacht. Und auch der Entscheidungsprozess im Gemeindeparlament lief nicht immer reibungslos. Doch das ist nun alles Vergangenheit und auch der Fußballverein SV 1923 spielt mittlerweile auf einem Kunstrasenplatz, den die Gemeinde vom Erlös des Grundstücksverkaufs anlegen ließ.

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