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Schwesig will SPD-Vize bleiben

Am Mittwoch ist Manuela Schwesig 100 Tage im Amt als Regierungschefin Mecklenburg-Vorpommerns. Mit ihrem Neustart in der Landespolitik ist sie zufrieden. Doch auch in Berlin will sie weiter für die Interessen der Menschen in Ostdeutschland kämpfen.
Manuela Schwesig warnt davor, die Interessen der Menschen in Ostdeutschland zu übergehen. Foto: Jens Büttner Manuela Schwesig warnt davor, die Interessen der Menschen in Ostdeutschland zu übergehen.
Schwerin. 

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig will an der SPD-Parteispitze bleiben. „Ich bin gern stellvertretende Parteivorsitzende und werde auf dem Parteitag im Dezember auch wieder für dieses Amt kandidieren”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin.

Die frühere Bundesfamilienministerin war Anfang Juli überraschend in die Landespolitik zurückgekehrt, weil ihr Parteikollege Erwin Sellering krankheitsbedingt als Regierungschef zurücktrat.

Auch in ihrer neuen Funktion als Ministerpräsidentin werde sie sich bundespolitisch einbringen, sagte die 43-Jährige. „Ich glaube, dass die Regierungschefs der Länder künftig eine stärkere Stimme haben werden.” Es gehe ihr darum, den Interessen der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und in ganz Ostdeutschland Gehör zu verschaffen.

Anders als Teile der Ost-CDU halte sie die Funktion des Ostbeauftragten weiterhin für wichtig. „Ich selbst habe in den zurückliegenden Jahren als Mitglied der Bundesregierung erlebt, dass die ostdeutschen Perspektiven oft zu kurz kommen.” Sie verwies etwa auf die Rentenangleichung, die unterschiedliche Vergütung in der Pflege und den Mindestlohn. „Da braucht es auch künftig jemanden in der Bundesregierung, der den Blick dafür weitet”, erklärte Schwesig.

(dpa)
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