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TV-Kritik: "Falsche Freunde": Ein Rumtreiber mischt auf

Ein alter Freund Isa von Bredes bringt frischen Wind in "Die Kanzlei" und offenbart die wilden Seiten der sonst so betont bürgerlichen Anwältin.
Althippie Robert Seebacher (Filip Peeters, l.), mit dem Isa von Brede (Sabine Postel, r.)  in wilden Jugendzeiten herumgezogen ist, behauptet, mit ihr verheiratet zu sein. Foto: ARD/Georges Pauly Althippie Robert Seebacher (Filip Peeters, l.), mit dem Isa von Brede (Sabine Postel, r.) in wilden Jugendzeiten herumgezogen ist, behauptet, mit ihr verheiratet zu sein.

Gegen Ende wird es dramatisch in der beliebten ARD-Serie: Elif (Almila Bagriacik), die Cousine von Yasmin (Sophie Dal), hilft in einem Club einer jungen Frau gegen aufdringliche Verehrer und wird dafür vor dem Club zusammengeschlagen. Sie erkennt einen ihrer Peiniger wieder. Die Frau, der sie geholfen hat, will aber nicht aussagen: Sie fürchtet dadurch, ihre sehr gute Arbeit zu verlieren.

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Und Rechtsanwältin Isa von Brede (Sabine Postel) bekommt Besuch aus alten Zeiten: Der Althippie Robert Seebacher (Filip Peeters), mit dem sie vor Jahrzehnten herumgezogen ist, heitert nicht nur ihren Kollegen Markus Gellert (Herbert Knaup) und ihre Angestellten Gudrun (Katrin Pollitt) und Yasmin mit Geschichten von wildem Drogen- und Alkoholeskapaden von früher auf. Er behauptet sogar, mit Isa von brede verheiratet zu sein.

Ein ambivalentes Verhältnis

Die Episode baut das komische Potential Seebachers voll aus. Ohne allerdings den Charakter der Lächerlichkeit preiszugeben: Mit lässiger Beiläufigkeit geht es in den gemeinsamen Szenen zwischen ihm und der Anwältin auch um Themen wie Erwachsenwerden auf der einen und Spontanität und Genussfreude auf der anderen Seite. Wobei Isa von Bredes Arbeitsauffassung dem Althippie sogar einige Achtung abnötigt.

Vergleichsweise simpel gestrickt zeigt sich da der Handlungsstrang um Hubertus Dehling (Hans Zischler), der von seiner geldgierigen Lebensgefährtin Lydia Zumholt (Marion Martienzen) unter Medikamente gesetzt und ins Heim abgeschoben wird. Bei einem Schauspieler wie Hans Zischler hätte man sich einen deutlich präsenteren Charakter gewünscht. Diese Geschichte leidet sichtlich darunter, dass die im Grunde kaum mehr als Füllmaterial darstellt.

Der Rest verspricht für die nächste Fortsetzung aber ebenfalls wieder Spannung und Witz. Eine Entdeckung ist dabei der belgische Schauspieler Filip Peeters: Den kiffenden Herumtreiber nimmt man ihm jedenfalls problemlos ab. Eine gute Voraussetzung dafür, als Robert Seebacher Dauergast in "Die Kanzlei" zu werden.

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