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Kindern keine fertigen Lösungen präsentieren

Bei Schulaufgaben kommen Kinder nicht immer schnell auf die Lösung. Eltern neigen dann dazu, sie ihnen vorzusagen. Aus pädagogischer Sicht sind jedoch andere Methoden sinnvoller.
Unterstützung bei Schulaufgaben ist in Ordnung, aber vorsagen sollten Eltern nicht. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Unterstützung bei Schulaufgaben ist in Ordnung, aber vorsagen sollten Eltern nicht.
Frankfurt/Main. 

Kinder entwickeln sich geistig und sprachlich besonders gut, wenn sie Zusammenhänge erforschen können. Dazu ist es wichtig, dass sie im Gespräch mit Erwachsenen Anregungen zum Weiterdenken bekommen und offene Fragen weiterspinnen dürfen.

Kontraproduktiv ist dagegen die Haltung: „Ich weiß, wie es sich verhält, und sage es dir.” Darauf weist der Grundschulverband hin. Eltern sollten möglichst gemeinsam mit dem Kind bestimmte Fragen angehen: Dazu gehört, darüber zu spekulieren, wie es wäre, wenn es anders wäre. Dazu müssen sich Erwachsene erst einmal klarmachen, dass sie vieles gar nicht genau wissen - und das auch offenlegen.

Bei Nicht-Wissen können Eltern beispielsweise so ins Gespräch einsteigen: „Also ich könnte mir vorstellen, dass...” oder „Ich vermute, dass...”. Das motiviert das Kind, über eigene Vorstellungen und Gedanken zu sprechen. Oder Eltern geben explizit die Frage zurück: „Und was meinst du?”

(dpa)
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