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Das Gehirn schützen: Digital Detox im Alltag integrieren

Alle sind ständig online. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zuhause oder beim Treffen mit Freunden. Der neue Trend ist jetzt, regelmäßig alle technischen Geräte auszuschalten, und nennt sich digitale Entgiftung.
Immer mehr Menschen schalten nicht nur häufiger ihr Smartphone aus, sondern alle technischen Geräte. Foto: Sven Hoppe/dpa Immer mehr Menschen schalten nicht nur häufiger ihr Smartphone aus, sondern alle technischen Geräte.
Berlin. 

Von Hundert auf null: So halten es viele mit der digitalen Entgiftung. Nachdem sie im normalen Leben ununterbrochen mit den Augen am Bildschirm kleben, schalten sie im Urlaub zwei Wochen lang alle technischen Geräte ab.

„Das schadet zwar nicht”, erläutert Iris Hauth, E-Mental-Health-Expertin vom Alexianer St. Joseph Krankenhaus Berlin-Weißensee. Aber wer sein Gehirn effektiv vor dem schützen will, was das ständige Einprasseln von Informationen möglicherweise anrichtet, sollte besser den eigenen Alltag anpassen.



Hauth rät zum Beispiel zu smartphone- und computerfreien Stunden - etwa nach Feierabend: „Ich selbst diszipliniere mich, zwischen 19.00 und 22.00 Uhr nicht aufs Handy zu schauen.” Am Wochenende sei es zudem sinnvoll, keine beruflichen E-Mails zu lesen. In manchen Unternehmen ist das mittlerweile sogar verboten.



Grundsätzlich verteufeln will die Chefärztin der psychiatrischen Klinik die neuen Medien nicht. Sie gibt nur zu bedenken, dass die Informationsflut und ständige Verfügbarkeit mit großer Wahrscheinlichkeit die Wahrnehmung, die Konzentration und das Erinnerungsvermögen beeinflussen. „Nachweisen lässt sich das bisher allerdings noch nicht”, betont sie. Um das eigene Gehirn vor möglichen Gefahren zu schützen, plädiert sie dennoch dafür, Maß zu halten.



Es helfe schon, sich zum Beispiel immer wieder klarzumachen, dass Messenger wie WhatsApp nur eine Möglichkeit darstellen, mit Freunden und der Familie zu kommunizieren. „Stattdessen kann man sich auch einfach mal wieder zum Essen treffen.” Das Smartphone bleibt dann am besten in der Tasche.

(dpa)
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