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Squash: Paderborn ist (noch) zu stark

Von Auch im dritten Anlauf wollte es für die Frankfurterinnen mit dem Titelgewinn nicht klappen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Volle Konzentration auf den Ball: Die Frankfurterin Sharon Sinclair im Finale gegen Ineta Mackevica. Foto: Picasa Volle Konzentration auf den Ball: Die Frankfurterin Sharon Sinclair im Finale gegen Ineta Mackevica.
Frankfurt. 

Der Griff nach dem Titel gelang wieder nicht. Wie schon in den vergangenen zwei Jahren scheiterten die Squash-Spielerinnen des SC Monopol Frankfurt im Finale der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft am Dauer-Sieger Paderborner SC. Diesmal verloren die Hessinnen in Böblingen knapp 1:2.

In der Vorrunde setzten sich die Monopol-Damen wie erwartet souverän durch. Zum Auftakt trafen sie auf den Nachbarn SC Yellow Dot Maintal. Da die Kräfteverhältnisse klar waren, schonte Monopol die Belgierin Nele Gilis. Für sie kam die erfahrene Oberliga-Spielerin Mai-Ly Nguyen zum Einsatz. Im Punktspiel war sie der U17-Hessenmeisterin Alexandra Kotkolik noch knapp in fünf Sätzen unterlegen, diesmal reichte es für sie nicht mal zum Satzgewinn. Frankfurts U19- Nationalspielerin Saskia Beinhard dominierte dann aber ebenso gegen Miriam Bagehorn wie im Spitzenspiel Sharon Sinclair gegen Mareike Omlor.

Den Gruppensieg machte dann der SC Monopol mit einem 3:0 über den SRC Duisburg perfekt. Sinclair, die nach ihrer Babypause im April das deutsche Ranglistenturnier in Heilbronn gewonnen hat, setzte sich im Duell der Nationalspielerinnen gegen Nelle Hatschek mit 11:4, 11:5 und 14:12 durch. „Ich habe sie bisher immer geschlagen, aber noch nie so glatt“, „wunderte“ sich Sinclair selbst etwas über ihre Leistung.

Die „Vorhand-Taktik“

Damit stand dem erwarteten Endspiel nichts mehr im Wege. Paderborn trat sogar mit zwei Ausländerinnen an, stellte an Position drei die aktuelle Deutsche Einzel-Meisterin Franziska Hennes auf, gegen die die überforderte Saskia Bernhard nur im ersten Satz mithalten konnte.

Den Ausgleich besorgte Nele Gilis mit einem 7:11, 11:8, 11:5, 11:9 gegen die Niederländerin Milou van der Heiden. Das Duell der beiden Spielerinnen aus dem Benelux, die in der Weltrangliste nahe aneinander knapp über der Position 30 liegen, war ein wahrer Leckerbissen. Im ersten Durchgang dominierte die „Oranje“-Frau mit ihrer unglaublich starken Rückhand. In der Pause stellte Trainer Stuart Sinclair seine Spielerin neu ein. Gilis spielte ihre Gegnerin ständig auf der Vorhand an und punktete mit ihrer Rückhand. „Entscheidend war die Fitness von Nele bei der mörderischen Hitze im Court“, erklärte der „Schotte“.

Es stand also 1:1. Über die Meisterschaft musste das Duell zwischen der Lettin Ineta Mackevica und Sharon Sinclair entscheiden. „Wir haben protestiert. Leider vergeblich. Normalerweise ist pro Team nur eine Ausländerin erlaubt. Es gibt aber eine Regelung, die Ausländerinnen mit dem ersten Wohnsitz in Deutschland bei deutschen Ranglistenturnieren und bei der Mannschafts-Meisterschaft mit den Deutschen gleichstellt“, erklärte Stuart Sinclair.

Bei der Deutschen Einzel-Meisterschaft sind diese Spielerinnen aber nicht teilnahmeberechtigt. „Das ergibt so keinen Sinn. Entweder man ist spielberechtigt, dann überall. Oder nirgends“, ärgerte sich Sinclair.

Nun lag es an seiner Tochter Sharon, Deutsche Einzelmeisterin von 2016, gegen die Weltranglisten-76. den Titelgewinn perfekt zu machen. „Ich war unglaublich nervös. Mir fehlt noch die Turnierpraxis, ich habe jetzt auch noch nicht oft gegen starke Gegnerinnen gespielt“, erklärte sie den katastrophalen Start (2:11, 2:11). Als alles verloren zu sein schien, kam Sharon Sinclair noch einmal zurück (11:6). „Das benötigte Selbstvertrauen hat es mir aber nicht gegeben. Im vierten Satz war ich wieder verkrampft und verlor 7:11. Schade drum. Aber nächstes Jahr werden wir Paderborn packen“, sagte die deutsche Ranglistenzweite.

Maintal bleibt sieglos

Der SC Yellow Dot Maintal musste sich mit dem letzten Platz begnügen. Im zweiten Gruppenspiel gegen Duisburg siegte zwar Kotkolik erneut in drei Sätzen gegen Lisa Westphal, aber Omlor und Bagehorn waren ihren starken Widersacherinnen nicht gewachsen. Ähnlich verlief das Duell um Platz fünf gegen den Squash-Club Berlin. Kotkolik brachte das Team mit ihrem dritten 3:0-Erfolg gegen Inga Jörger erneut in Führung, doch Störte Becker und Mareike Omlor konnten keinen Satz gewinnen.

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