Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? 26°C

Fußball: Dzihic trainiert Merzhausen – Maximum als Maxime

Angebote aus der Hessenliga und der Schweiz lassen ihn kalt: Enis Dzihic bleibt dem Taunus treu und strebt beim TuS Merzhausen 2017/18 das Maximum an.
Ein Trainer mit viel Temperament: Enis Dzihic. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Ein Trainer mit viel Temperament: Enis Dzihic.
Merzhausen. 

Nun steht es fest: Enis Dzihic wird in der kommenden Saison Trainer des Fußball-Gruppenligisten TuS Merzhausen . Der 42-jährige ehemalige Regionalligaspieler (SV Wehen Wiesbaden, RW Erfurt, VfR Mannheim), der bis Mitte März noch Coach des Verbandsligisten Vatanspor Bad Homburg war, tritt in Merzhausen die Nachfolge des zum Saisonende dort aussteigenden Daniel Dylong an. Zugleich wurde der Vertrag von TuS-Ib-Trainer Scharunas Stanscheitis um eine Saisonverlängert.

„Der TuS ist ein gut geführter Verein. Das habe ich schon über Jahre beobachtet. Ob mit Ralf Sartoris, Andreas Nöll oder Freddy Allen: die Gespräche mit Merzhausen verliefen richtig gut, die Chemie stimmt“, freut sich Enis Dzihic auf die neue Aufgabe. Dem in Bad Homburg lebenden und bei einer Krankenkasse im Gesundheitsmanagement beschäftigten 42-jährigen Vater dreier Kinder (Davide/11. Alma/9, Sara/6) waren auch diverse höherklassige Angebote ins Haus geschneit: „Aus der Hessenliga, sogar für den Posten eines Kotrainers in der Schweiz.“ All das sei für ihn aber „nie in Frage gekommen – beruflich bedingt, und außerdem werde ich mich in einigen Monaten an die Trainer-A-Lizenz machen“, verrät Dzihic, „ich hätte hier alles abbrechen und aufgeben müssen – war für mich kein Thema.“

Im Unterschied zu seiner vorangegangenen, „emotional geprägten“ Tätigkeit bei Vatanspor werde es in Merzhausen „für einen Trainer vielleicht ein Stück ruhiger zugehen – aber wenn’s nicht läuft, kassiert man bei jedem Verein ganz schnell Kritik“. Zwei, drei Mal habe er sich seine künftige Mannschaft bereits angeschaut. Am Sonntag wird Enis Dzihic auch beim Derby gegen den FC Neu-Anspach zusehen.

Sein Ziel in Merzhausen? „Ich will immer das Maximum. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, Platz eins zu erreichen. Vielleicht bloß jeden einzelnen Spieler besser zu machen, oder das ganze Drumherum eines Vereins weiter ankurbeln.“ Für ihn komme es darauf an, eine Mannschaft mit guten Charakteren zusammenzustellen, die sich 2017/18 für „eine brutal gute Gruppenliga gewappnet zeigen wird“.

Für das anstehende Derby gegen Neu-Anspach bangt Merzhausen noch um Parves Naziri (Knieprobleme). Dafür kehren Spielertrainer Daniel Dylong, Damiano Demasi und der zuletzt durch „Rot“ verhinderte Damian Hackenberg ins Team zurück. Apropos Naziri: Er wird für die neue Runde mit der SG Bornheim/GW in Verbindung gebracht. Fix als Abgänge sind derweil Can Zarifoglu, Christopher Wanzke und Dominik Ruppel. Das Trio wechselt zum TSV Ostheim, der gestern Abend mit einem 5:0 gegen Olympia Fauerbach II den vorzeitigen Aufstieg in die Kreisoberliga Friedberg perfekt machte.

Beim FC Neu-Anspach hofft Manager Michael Caspari inständig darauf, die „Negativserie gegen den TuS endlich zu beenden“. Ob dabei am Sonntag Torwart Mario Schreiber (Rückenprobleme) und Oliver Pauls (Gelenksentzündung) mithelfen können, bleibt abzuwarten.

Der FC Oberstedten (38 Punkte, Platz 10) empfängt am Sonntag den SV der Bosnier (38/11.) zum Duell zweier um den Ligaverbleib rangelnden Neulinge. „Wir müssen unser Herz in beide Hände nehmen und auf Sieg spielen“, fordert Stedtens Manager Rüdiger Rau. Während Emin Basdar verletzt ausfällt, kann Vincent Warnecke nach einer Schulterblessur wieder ran.

Auch der 1. FC-TSG Königstein greift nach dem rettenden Strohhalm, erst recht nach dem 3:2-Sieg bei Olympia Fauerbach. „Wenn auch die Olympianer die klareren Chancen hatten, so haben wir vor dem Tor eiskalt zugeschlagen und bis zum Umfallen gekämpft“, ist Königsteins Sportlicher Leiter Till Sommerfeld optimistisch für die Partie gegen den Tabellendritten SC Dortelweil – und auch zuversichtlich für die kommende Runde, ganz gleich in welcher Liga: „80 Prozent des Kaders hat bereits zugesagt.“ Zudem gibt es mit Jeffrey Schäfer (FC Mammolshain), Timo Gschwender (TuRa Niederhöchstadt) und Christian Höfer (U19 Eintracht Frankfurt), der in Fauerbach debütierte, erste Zugänge.

Die zum Abstieg verurteilte SG Ober-Erlenbach spielt am Sonntag bei RW Frankfurt II. „Wir wollen uns auch beim Tabellenzweiten ordentlich verkaufen und werden uns nicht hängen lassen“, verspricht SGO-Trainer Toni Tsiakalos. gg

Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse