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Hockey: Ekkhard Schmidt-Opper ist weg

Von Nur zwei Wochen vor Beginn der Rückrunde der 2. Feldhockey-Bundesliga-Saison hat sich der Tabellenletzte, Limburger HC, überraschenderweise von seinem Trainer Ekkhard Schmidt-Opper getrennt. Sein Nachfolger ist gleichzeitig sein Vorgänger: Marcus Gutz.
Urplötzlich nicht mehr Trainer des Limburger Hockey-Clubs: Ekkhard Schmidt-Opper. Foto: Klaus-Dieter Häring Urplötzlich nicht mehr Trainer des Limburger Hockey-Clubs: Ekkhard Schmidt-Opper.
Limburg. 

Mit Marcus Gutz übernimmt ein Mann das Kommando bei der 1. Herren-Mannschaft des Limburger HC, der den Verein von Kind auf kennt und der mit dem Team in die 2. Hallenhockey-Bundesliga aufgestiegen war.

Merkwürdig ist die Entscheidung schon. Nachdem Ekkhard Schmidt-Opper vor drei Wochen im Gespräch mit der Nassauischen Neuen Presse freudestrahlend über die stimmige Vorbereitung berichtet hatte und von den Zukunftsplänen mit den nun nachrückenden Nachwuchstalenten frohlockt hatte. Auch die seinerzeit interviewten Spieler sprachen vor allem von der guten und engagierten Arbeit ihres Trainers, dem sie vieles zu verdanken hätten.

Einvernehmlich

So war zu diesem Zeitpunkt noch nicht an eine Trennung „in gegenseitigem Einvernehmen“ – auf diese Wortschöpfung legt der LHC-Vorsitzende Götz Müller größten Wert – zu denken. „Die Trennung von Ekkhard stand im Prinzip im Anschluss an eine Strategiesitzung des Vorstandes fest“, sagt Götz Müller, der wie Schmidt-Opper in der Nationalmannschaft gespielt und dem aktuellen Team sogar noch 2016 mit seinen Einsätzen geholfen hat.

In besagter „Strategiesitzung“ seien Zukunftspläne mit Vorstellungen geschmiedet worden, die mit den Ideen von Ekkhard Schmidt-Opper nicht vereinbar gewesen seien. Konkret wird Götz Müller allerdings nicht. Und auch Ekkhard Schmidt-Opper sowie die Spieler wollten sich zu den nebulösen Äußerungen und der Trennung vom LHC nicht Stellung beziehen und verwiesen auf den Vorstand.

„Der Spielerrat wurde von uns kurzfristig informiert, und Laurens Meurer als Kapitän hat Verständnis für die Entscheidung bekundet“, sagt Müller, der von einer „sehr emotionalen“ Trennung spricht. Götz Müller: „Ich habe mich gefreut, Ekkhard kennenzulernen, denn ich kannte ihn aus seiner aktiven Zeit nicht. Er ist ein in jeder Hinsicht angenehmer Zeitgenosse, der uns weiter in der Jugendarbeit zur Verfügung stehen wird.“

Junge Spieler verbessert

Mit Kaus-Jürgen Krah äußerte sich ein großer Fan, nachdem er heftig durchgeatmet hatte. „Ekkhard Schmidt-Opper, so sah es zumindest aus, hat doch ein gutes Verhältnis gehabt, und er hat, wie ich das beurteilen kann, gerade junge Spieler verbessert. Was ist der Vorstand bereit, zu investieren in die Mannschaft, Spieler, Nachwuchs, überhaupt Förderung? Was sind die Ressourcen des Vereins?“ Verstehen könne er das Ganze nicht, ohne aber zu vergessen, Marcus Gutz alles Gute zu wünschen.

Götz Müller war nun sehr erleichtert, dass mit dem in Oberbrechen wohnhaften Marcus Gutz sofort ein fähiger Fachmann aus der Region zur Verfügung stand und er verkündete als kleines Trostpflästerchen für alle Schmidt-Opper-Fans, dass Max Polk nach einem beruflichen Aufenthalt in Kanada zum LHC zurückgekehrt sei.

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