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Fußball-Gruppenliga Wiesbaden: Waldbrunn bezieht Hiebe im Rheingau

Das tat weh: Der Tabellenführer der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden, FC Waldbrunn, fiel bei der SG Walluf auf den Hosenboden.
„So klein ist der Abstand nur noch zum FC Waldbrunn“, scheint Hadamars Gruppenliga-Trainer Torsten Kierdorf hier zu signalisieren. Foto: Thomas Klein (Sportfoto Klein) „So klein ist der Abstand nur noch zum FC Waldbrunn“, scheint Hadamars Gruppenliga-Trainer Torsten Kierdorf hier zu signalisieren.
Limburg. 

Das hatte sicher kaum jemand erwartet: Im Rheingau beim Tabellenzehnten, der SG Walluf, hat der Spitzenreiter der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden, FC Waldbrunn, gestern beim 1:2 die vierte Saisonniederlage bezogen. Es sind eben immer die vermeintlich leichten Spiele, die die Spitzenteams in die harte Realität zurückrufen. Jetzt wird es also doch noch einmal spannend, denn Verfolger SV Rot-Weiß Hadamar 2 besiegte die Eltviller (2:1), verkürzte den Rückstand auf Waldbrunn auf zwei Punkte und schüttelte den SV Niedernhausen ab, der sich in Niederhöchstadt ein 1:3 leistete. Die SG Kirberg/Ohren/Nauheim kämpfte tapfer und unglücklich gegen Unterliederbach, war aber beim 1:5 machtlos. War’s das für die Hünfeldener in der Gruppenliga?

SG Walluf – FC Waldbrunn 2:1 (1:0). Die Rheingauer gingen verständlicherweise hochmotiviert in den Vergleich mit dem Tabellenführer. Damit und mit der Tatsache, dass mit Maurice Mendel und Steffen Moritz zwei wichtige Leute fehlten, und noch dazu mit dem böigen Gegenwind kamen die Waldbrunner zunächst nicht oder nur sehr schwer zurecht. Es war ein harmloses Gekicke, die FCW-Spieler kamen schlecht in die Zweikämpfe. So dauerte es eine Viertelstunde, ehe Lukas Scholl endlich zumindest zu einer Art Kopfballchance kam. Mit ihren Angriffsbemühungen vermochten die Westerwälder jedenfalls im ersten Durchgang nicht viel Staat zu machen. Einigen mittelgefährlichen Schüssen folgte schließlich der fast zu erwartende Schock, als die Wallufer die schlafende Waldbrunner Abwehr eiskalt erwischten und das Gastgeschenk in Form des 1:0 von Marius Dillmann dankend annahmen (37.). Waldbrunn kam etwas entschlossener aus der Kabine, doch in die zwischenzeitliche Drangphase platzte das 2:0 durch Thorsten Barg (62.). Als Jonas Eisenkopf nach einer Ecke den Anschluss verpasste, schien die Partie gelaufen, zumal die SGW noch einen Pfostentreffer zu verzeichnen hatte. Dann aber gelang Tobias Rösler der Anschlusstreffer, und in der sechsminütigen Nachspielzeit herrschte plötzlich Dramatik pur. Auch die Dezimierung der Einheimischen durch zwei Rote Karten halfen dem FCW nicht mehr zum Ausgleich, weil er ganz einfach den Kampf nicht angenommen hatte.
Walluf: Azar, Martin, Wolf, D. Faist, Hierath, Barg, Dahlen, Buff, Dillmann, K. Faist, Brox – Waldbrunn: Heupel, Doll (83. R. Scholl), Egenolf, Mehr, J. Eisenkopf, Metovic, Rösler, L. Scholl, Oshima, Breuer (90. Moritz), Scarlatescu (82. Form) – SR: Urinski (Bensheim) – Tore: 1:0 Marius Dillmann (37.), 2:0 Thorsten Barg (62.), 2:1 Tobias Rösler (90.) – Rot: Stanczyk (90.), Hierath (90.+1) – Zuschauer: 100.

RSV Weyer – TuS Beuerbach 3:2 (0:1). Als Dennis Hertling nach einer Viertelstunde völlig frei nach einer Ecke volley zur Gästeführung einschoss, spiegelte das auch den tatsächlichen Spielverlauf wieder. Beuerbach war bis dahin deutlich stärker gewesen und hatte auch die besseren Einschussmöglichkeiten. Weyer kam erst nach 20 Minuten ins Spiel und hatte durch den im letzten Moment abgeblockten Patrick Kolodziejczyk die große Ausgleichschance. Weiter konnte Tobias Uran zwar den Weg ins Tor finden, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Auf der Gegenseite hielt Leo Hisenay gegen Gabriel la Pietra seine Mannen im Spiel, so dass es mit dem knappen Rückstand in die Pause ging. Mit diesem Duell begann auch die zweite Halbzeit, erneut blieb der Weyerer Schlussmann Sieger. Weyer drückte nun, und Timo Wind setzte sich auf der linken Seite gut durch, drang in den Strafraum und ließ Gästekeeper Timo Ibel per Flachschuss keine Chance. Der Gast kam postwendend zurück: Zunächst rettete Hisenay zweimal gegen Dennis Hertling, doch beim zweiten Nachschuss durch Gabriel la Pietra war er machtlos. Andreas Petri traf aus vermeintlicher Abseitsposition, in Folge dessen Weyers Stürmer Kolodziejczyk die Entscheidung des Linienrichters unsachgemäß kommentierte und des Feldes verwiesen wurde. Weyer kam nochmal ran: Die perfekte Flanke von Tobias Uran verwertete Yannick Hünerbein per Kopf zum erneuten Ausgleich. Kurz Vor Schluss gab es dann den „Lucky Punch“ für die Gastgeber: Eine Hereingabe von Andreas Petri fälschte Maximilian Kettenbach unglücklich aus Sicht des TuS ins eigene Tor ab. Mit viel Glück und einem starken Leo Hisenay behielt Weyer die wichtigen Punkte auf dem Weilersberg.
Weyer: Hisenay, Neugebauer, Bördner, Din, Aaki (69. Schmitt ), Wind (90. Wecker), Hünerbein, Uran, Kolodziejczyk, Katzerooni (23. Tekdas), Petri – Beuerbach: Ibel, Hofmann, Nothnagel, Alexiadis, La Pietra, Dilly, Alliger (64. Kimpel), Kettenbach, Reutzel, Duell, Hertling – SR: Dimmer (Niddatal) – Tore: 0:1 Hertling (15.), 1:1 Timo Wind (60.) 1:2 Gabriel la Pietra , 2:2 Yannick Hünerbein (82.), 3:2 Andreas Petri (90.) – Rot: Patrick Kolodziejczyk (70., Schiedsrichterbeleidigung).

SG Kirberg/Ohren/Nauheim – VfB Unterliederbach 1:5 (0:1). In der Anfangsphase waren beide Mannschaften sehr geordnet, das ausgeglichene Spiel fand überwiegend im Mittelfeld statt. Auf Seiten der Gastgeber kam Conrad Hofmann über die rechte Seite zum Flanken, fand aber in der Zentrale keinen Abnehmer. Besser machten es die Gäste, die in Höhe der Mittellinie einen Ball abfingen, gezielt in die Spitze spielten und das 0:1 markierten. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte zunächst Kim die Möglichkeit zum Ausgleich, und kurz danach traf Milos Jovanovic nur die Latte. Direkt nach der Halbzeit war Kirberg/Ohren/Nauheim am Drücker, und Volkan Subasi scheiterte freistehend an Gästekeeper Daniel Knapschinski. Den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich markierte Robin Butzbach mit einer Direktabnahme. Die Hünfeldener vermochten diesen Schwung jedoch nicht mitzunehmen, und Unterliederbach kam zunehmend besser ins Spiel. Das 1:2 resultierte aus einer gelungenen Kompination, die Muhamed Sabic erfolgreich abschloss. Die Entscheidung fiel in der 79. Minute: Karim Bouzakri wurde geschickt in der Zentrale angespielt und ließ Torwart Yannick Großmann keine Chance. Das 1:4 resultierte aus einem nicht geahndeten Foul an Björn Enderich durch Huesein Yalcin und das 1:5 durch einen Handelfmeter in der Schlussminute, verwandelt von Celal Yessin.
Kirberg/Ohren/Nauheim: Grossmann, Hofmann, Harada, D. Butzbach, Jovanovic, Enderich, Mansur, Scheib, Yücel, Kim, Subasi – Unterliederbach: Knapschinski, Araychi, Kabbouz, Asbai, Sabic, Yesil, Naimi, Caliskan, Reljic, Stergiou, Cosar – Tore: 0:1 Alexandros Stergiou (19.), 1:1 Robin Butzbach (52.), 1:2 Muhamed Sabic (71.), 1:3 Karim Bouzakri (78.), 1:4 Hüsein Yalcin (82.), 1:5 Celal Yessin (90.) – SR: Luschberger – Zuschauer : 75.

SV RW Hadamar 2 – Spvgg. Eltville 2:1 (0:0). Hadamars Trainer Torsten Kierdorf hatte gefordert: „Wir müssen die Dinger mal reinmachen, die wir uns erspielen.“ An diese Vorgabe hielten sich seine Spieler jedoch zunächst nicht. Jonas Lorkowski (10.) sowie Jörn Heep, die gleich drei (20., 28., 41.) dicke Möglichkeien liegen gelassen hatten, waren mitentscheidend dafür, dass die Gastgeber bis in die Schlussminuten eine „Wackelpartie“ absolvierten. Die Rheingauer hatten zuvor dreimal hintereinander gepunktet und waren der von Kierdorf erwartet schwierig zu spielende Gegner, der auch von der Abschlussschwäche der Heimelf profitierte und das torlose Remis zur Pause als Erfolg verbuchen konnte. Nach dem Wiederanpfiff traute sich Eltville mehr zu und ging nicht unverdient unter Mithilfe des Innenpfostens, wovon der Ball bei Marvin Kauers Freistoß aus gut 17 Metern ins Tor sprang, mit 0:1 in Führung (56.).Über die Entscheidung des Referees konnte man allerdings die in letzter Zeit oft aufgekommene Diskussion „freistoßwürdiges Handspiel oder nicht“ trefflich streiten. Eric Böcher war aus zwei Metern Entfernung der Ball an den Arm geschossen worden. Lange sah es danach aus, als würden sich die Einheimischen die Zähne an den in der Defensive diszipliniert und gut spielenden Gäste ausbeißen, aber den Gegner auch zu Fehlern zwingen. So geschehen in der 71. Minute, als Torwart Fredric Kaiser das Leder bei einem Torschuss fallen ließ und Robin Böcher gedankenschnell die Gunst zum 1:1 ausnutze. Hadamar versuchte in der Schlussoffensive, das Spiel noch zu seinen Gunsten zu wenden. Als nach einem Pressschlag in etwa zehn Metern Torentfernung das Leder in die Höhe flog, beschert Benjamin Lüpke mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 seiner Mannschaft doch noch ein Happy End.

Hadamar: Durek, Steinebach, Merfels, R. Böcher, E. Böcher, Lo Guasto (43. Steul), Tsukasa (65. Schneider), Zouaoui (50. Lüpke), Heep, Lorkwoski, Löbach – Eltville: Kaiser, Wüst (30. Nilson), Vogler, Goslar, Schlosser (71. Bondzio), Herbst, Kauer, Kunz, Pleuger, Bingel, Koenenberg (85. Azar) – SR: Nöh (Breitscheid) – Zuschauer: 100 – Tore: 0:1 Kauer (56.), 1:1 Robin Böcher (73.), 2:1 Benjamin Lüpke (90.+1).

(mor)
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