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Luftpistolen-Bundesliga: Ein Traumstart für Kriftels Schützen

„Wir waren nicht die Römer, sondern die Germanen“, freute sich Detlef Glenz nach einem absolut positiven Wochenende.
Stellte in Bad Rothenfelde mit 389 Ringen einen neuen Standrekord auf: Christian Reitz vom SV Kriftel. Foto: Marcel Lorenz Stellte in Bad Rothenfelde mit 389 Ringen einen neuen Standrekord auf: Christian Reitz vom SV Kriftel.
Kriftel. 

Der Vereinstrainer des Luftpistolen-Bundesligisten durfte sich über 5:0-Siege gegen PSV Olympia Berlin und SV Falke Dasbach freuen, die die Krifteler gemeinsam mit der Braunschweiger SG – für Glenz der Top-Favorit auf die Meisterschaft – gleich an die Tabellenspitze brachten.

Beim ersten Wettkampf in Bad Rothenfelde stellten die Krifteler ihren Vereinsrekord von 1906 Ringen ein, und das, obwohl die Mannschaft nicht optimal vorbereitet in die neue Saison gegangen war. Furios war gleich das 5:0 gegen Berlin, für Glenz einer der Mitkonkurrenten um die Finalplätze der deutschen Meisterschaft. „Die Partie war viel ausgeglichener, als es das Ergebnis aussagt. Uns zeichnet aus, dass wir nachlegen können. Dabei hat bei uns alles gepasst“, freute sich der Krifteler Trainer.

Bereits das Duell an der Spitzenposition war spannend. Während Reitz ab und zu auch mal eine Neun schoss, war sein Gegner Wojciech Knapik auf Augenhöhe, musste sich am Ende aber mit 384:386 Ringen geschlagen geben. Aaron Sauter schoss gegen Maren Johann eine schlechte erste Serie, steigerte sich aber anschließend und gewann sein Duell mit 378:374 Ringen. Richtig spannend war die Begegnung zwischen Dominik Sänger und Josefin Eder. Sänger schoss gewohnt schnell und kam mit 379 Ringen ins Ziel, aber Eder hielt lange mit und war am Ende nur zwei Ringe schlechter.

„Das war ein Knaller“, beschrieb Glenz das Debüt von Neuzugang Mathias Putzmann. Der ehemalige Dresdener, der zuletzt in der 2. Bundesliga Luftpistole geschossen hatte und der Schnellfeuerpistolen-Nationalmannschaft angehört, stellte gegen Robert Janikulla mit 385 Ringen gleich mal eine Bestleistung auf und gewann überlegen. „Ich wäre auch mit zehn Ringen weniger zufrieden gewesen“, erklärte Glenz, „da er Christian Reitz und Aaron Sauter ja schon lange kennt, hat er sich nahtlos – auch menschlich – angepasst. Da bin ich sehr froh drum“. Auch Andreas Fix hatte seinen Gegner Holger Buchmann voll im Griff und schoss richtig gut. „Das war viel besser, als ich erwartet habe“, freute sich Detlef Glenz über den geglückten Saisonauftakt, „ich wäre auch mit einem 3:2 zufrieden gewesen“.

Vor dem Wettkampf gegen Falke Dasbach hatte der Braunschweiger Oleg Omelchuk einen neuen Standrekord mit 388 Ringen aufgestellt. Für Christian Reitz eine Herausforderung, der er sich beim abschließenden Wettkampf gegen Falke Dasbach gerne stellte. Die Ansetzung, dass Kriftel und Dasbach, die die weiteste Anreise hatten, als letzte schießen mussten, sorgte bei Glenz für Unverständnis. „Da werde ich mit der Liga-Leitung noch einmal ein paar Worte wechseln. Das ist für mich nicht nachvollziehbar“, ärgerte er sich. Dieser Ärger war nach dem 5:0 gegen den Nachbarn verraucht. „Ich habe den Dasbachern schon gesagt, dass es für sie keine Gnade geben würde“, erklärte Glenz. Für den ersten Höhepunkt sorgte Christian Reitz. Mit 389 Ringen überbot er den neuen Standrekord von Omelchuk um einen Ring. Dominik Sänger lieferte sich einen harten Kampf mit Heiko Litterscheid, setzte sich am Ende aber mit vier Ringen beim 379:375 durch. Mathias Putzmann und Andreas Fix hatten erneut keine Mühe und gewannen überlegen. Nur bei Aaron Sauter lief es nicht ganz so gut, zumal sein Gegner mit sechs Zehnen begann, dann aber rapide abbaute. Aber auch Sauter fand nie zu seiner Form, haderte mit sich und hatte technische Probleme. Mit 373 Ringen gewann er trotzdem sein Duell. „Er wird gegen Braunschweig aussetzen, dort rückt Beata Bartkow-Kwiatowska ins Team“, kündigt Glenz an.

SV Kriftel – PSV Olympia Berlin 5:0. Christian Reitz – Wojciech Knapik 386:384, Aaron Sauter – Maren Johann 378:374, Dominik Sänger – Josefin Eder 379:377, Mathias Putzmann – Robert Janikulla 385:367, Andreas Fix – Holger Buchmann 378:369.

SV Falke Dasbach – SV Kriftel 0:5. Christian Metten – Christian Reitz 362:389, Matthias Schwender – Aaron Sauter 365:373, Heriko Litterscheid – Dominik Sänger 375:379, Luscas Jourdan – Mathias Putzmann 357:378, Nils Riegelmeier – Andreas Fix 366:377.

Weitere Resultate: Freischütz Wathlingen – SV Schirumer Leegmoor 4:1, Sportschützen Fahrdorf – Sportschützen Raesfeld 2:3, St. Seb. Pier – SV Bassum 1:4, SV Falke Dasbach – Braunschweiger SG 0:5, SV Uetze – SSG Teutoburger Wald 4:1, Bassum – Leegmoor 3:2, Fahrdorf – Pier 4:1, Raesfeld – Wathlingen 3:2, Uetze – Braunschweig 0:5, Berlin – Teutoburger Wald 5:0. Tabelle: 1. Kriftel 10:0 Einzelpunkte/4:0 Punkte, 2. Braunschweig 10:0/4:0, 3. Bassum 7:3/4:0, 4, Raesfeld 6:4/4:0, 5. Wathlingen 6:4/2:2, 6. Fahrdorf 6:4/2:2, 7. Berlin 5:5/2:2, 8. Uetze 4:6/2:2, 9. Leegmor 3:7/0:4, 10. Pier 2:8/0:4, 11. Teutoburger Wald 1:9/0:4, 12. Dasbach 0:10/0:4.

(vho)
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