Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Handball-Oberliga: Münster ist in großer Not

Der Handball-Oberligist TSG Münster wird es schwer haben, den drittletzten Platz zu verlassen. Und auch dieser ist in großer Gefahr.
Symbolbild Symbolbild
Münster. 

Mit 20:25 (10:11) verlor die TSG Münster die Partie gegen die MSG Umstadt/Habitzheim, die zuletzt auch nicht gerade Bäume in der Oberliga ausgerissen hatte und hat damit die Chance verpasst, wieder zum vor ihr platzierten TV Hüttenberg II aufzuschließen. Noch schlimmer: Der TSV Vellmar schloss noch zu Münster nach Punkten auf und kann dem Team von Trainer Jens Illner den zwölften Platz noch streitig machen.

Die gut 300 Zuschauer in der Eichendorff-Halle sahen ein Spiel, das von beiden Mannschaften hypernervös geführt wurde. Groß-Umstadt/Habitzheim agierte mit einer sehr offensiven 3:2:1-Deckungsformation, mit der die TSG Münster nicht zurechtkam. „Wir haben nervös agiert, weil wir keine Mittel gegen diese Abwehr gefunden haben. Nach zehn Minuten hatte ich schon die erste Auszeit genommen, zehn Minuten später stand schon der dritte Spieler auf der Rückraumposition in der Mitte“, berichtete Illner, „immerhin hat uns unsere 6:0-Abwehr im Spiel gehalten, weil Groß-Umstadt auch nicht viel eingefallen ist“.

Zur Pause war beim Stand von 10:11 alles drin. Gleich nach dem Wechsel gelang Julian Schuster gar der Ausgleich zum 11:11. Doch anschließend ging bei den Gastgebern nicht mehr viel. Bis zur 43. Minute hatte sich Groß-Umstadt/Habitzheim auf 19:12 abgesetzt. „Es ist immer wieder das Gleiche. Wir kommen nicht gut aus der Kabine heraus. Dabei achte ich darauf, dass ich in dieser wichtigen Phase auch einmal eine andere Formation bringe“, berichtete Jens Ilnner.

Dazu fiel bei Münster Jonas Höllebrand aus. „Er hatte schon im Training Probleme mit dem Knie gehabt. In der ersten Halbzeit hatte er einen Schlag drauf bekommen. Er signalisierte mir aber, dass es in der zweiten Halbzeit wieder gehen würde“, berichtete Illner, „doch er ist nach nur einem Angriff wieder herausgehumpelt. Es scheint sich nun um eine ernsthafte Knieverletzung zu handeln“.

Da die Mannschaft erneut drei Siebenmeter nicht verwerten konnte und ihr im Angriff nur wenig gelang, schaffte sie es auch nicht mehr, den Sieg der Gäste zu gefährden. Die Umstädter mit dem ehemaligen Wallauer Trainer Ralf Ludwig behielten die Nerven und gewannen auch verdient in Münster.

Schwere Wochen

Da derzeit kein hessisches Team in der 3. Liga Ost auf einem Abstiegsplatz steht, würde der drittletzte Platz für den Klassenverbleib reichen. Aber auch dafür müssen die Münsterer noch kämpfen. Und auch ein Blick in die Zukunft sei erlaubt. Mit Bastian Schwarz (Vereinswechsel), Holger Kruse (Weltreise) und Lars Nickel (Studium in den USA) gehen drei Akteure.

Münster: Spiranec (1. bis 40.), Klein (ab 41.); Schwarz 6/2, Dautermann 4, Ikenmeyer, Schuster je 3, Molzahn 2, Kruse, Frieman je 1, Höllebrand, Schreiber, Kaluzinski, Jacobi, Nickel.

(vho)

Mehr aus Main-Taunus-Kreis

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse