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Luftpistolenschützen: SV Kriftel startet im Teutoburger Wald

Von Trainer Detlef Glenz geht mit den Luftpistolen-Schützen des SV Kriftel in seine zehnte Bundesliga-Saison, die heute anfängt.
„Die Bundesliga leiste ich mir als Hobby“: Detlef Glenz geht in seine zehnte Saison mit den Luftpistolenschützen. Foto: Marcel Lorenz „Die Bundesliga leiste ich mir als Hobby“: Detlef Glenz geht in seine zehnte Saison mit den Luftpistolenschützen.
Kriftel. 

Das Finale hat der Vereinstrainer, der ja auch Bundestrainer der Schnellfeuerpistolenschützen ist, als Saisonziel ausgegeben. Dieses Ziel ist realistisch, nachdem sich Sülfeld und Broistedt aus der Bundesliga Nord zurückgezogen haben. Sülfeld hatte sich nach vereinsinternen Querelen bereits schon länger zurückgezogen, bei Broistedt gab es kurzfristig finanzielle Probleme, die den Rückzug unumgänglich machten. Als Ersatz rückte zuerst der Dritte der Aufstiegsrunde aus Raesfeld nach, nach dem Rückzug von Broistedt blieb das Team der SSG Teutoburger Wald, die schon abgestiegen waren, der Bundesliga erhalten. Und genau dort, in Bad Rothenfelde, beginnt die Saison für sechs Mannschaften der 1. Bundesliga Nord.

„Ich hoffe, wir sind nicht die Römer, und das ist kein schlechtes Omen“, erinnert sich Detlef Glenz scherzhaft an die vernichtende Niederlage der Römer wenige Jahre nach Christi in dieser Region gegen die Etrusker. So richtig sei seine Mannschaft noch nicht auf die neue Runde vorbereitet: „Wir stehen noch nicht voll im Saft.“ Immerhin konnte Glenz sein Team verstärken. Mit Mathias Putzmann, der in den Nationalkader der Schnellfeuerpistolenschützen aufgestiegen ist und für Dresden bisher mit der Luftpistole in der 2. Bundesliga schoss, hat der Trainer das Team breiter aufgestellt. Putzmann wird an Nummer vier hinter Christian Reitz, Aaron Sauter und Dominik Sänger und vor Andreas Fix schießen. Als Ersatz ist Dirk Heinen vorgesehen. Beata Bartkow-Kwiatowska wird in zwei Wochen in Bassum schießen, Oliver Geis, Slawomira Szpek und der Franzose Thibault gehören zum Kader.

Auch wenn seine Mannschaft nicht optimal vorbereitet in die Runde geht, glaubt der Vereinstrainer an einen guten Auftakt. Heute geht es gleich gegen den Mitkonkurrenten um das Erreichen des Bundesliga-Finals, den PSV Olympia Berlin. Am Sonntag treffen die Krifteler auf den SV Falke Dasbach. „In der abgelaufenen Runde hatten wir immer erst einen Gegner zum Warmschießen, bevor die starken Konkurrenten kamen. Diesmal ist es umgekehrt“, erklärt Glenz. Er setzt darauf, dass die Vereine eher Probleme haben, ihre starken Ausländer in den Teutoburger Wald zu bringen. Laut dem Trainer verzichten einige dankend, bei anderen könnte es ein zu großes logistisches Problem werden, bemerkt er ironisch.

Glenz versteht das finanzielle Problem der Mannschaften: „Ich leiste mir die Bundesliga als Hobby. Sie hat mich im letzten Jahr 16 000 Euro gekostet. Das muss erst einmal gestemmt werden. Für ein Wochenende in der Vorrunde gehen zwischen 1500 und 2000 Euro drauf.“ Etwa 2000 Euro schießt der SV Kriftel dazu, den Rest stemmte Glenz.

1982 hatte Glenz mit Klaus Tamm und Jörg Geis eine Mannschaft in der Kreisklasse gebildet, die Jahr für Jahr aufstieg und schließlich vor zehn Jahren den Sprung in die 1. Bundesliga schaffte. Glenz trainierte bald den Nachwuchs, seit 20 Jahre den hessischen Landeskader. „Dirk Heinen hat bei mir schießen gelernt. Er war der erste Schüler aus unserem Verein, der bei den deutschen Meisterschaften eine Medaille geholt hatte“, erinnert sich der Vereinstrainer, „das muss 1998 gewesen sein“. Nun, 19 Jahre später, beginnt die zehnte Bundesliga-Saison. . .

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