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Mann wegen Totschlagsversuchs vor Gericht

Am Platz des Zeugentisches steht ein Mikrofon. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Am Platz des Zeugentisches steht ein Mikrofon.
Frankfurt/Main. 

Wegen einer Attacke mit einem Küchenmesser und einer Fleischgabel im Kurpark von Bad Homburg steht seit Freitag ein 48-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt ist der Mann wegen versuchten Totschlags. Opfer war der Onkel der getrennt lebenden Ehefrau des Angeklagten, den der 48-Jährige in dem Park zusammen mit seiner Frau und dem sechsjährigen gemeinsamen Sohn getroffen hatte. Zwischen den Eheleuten schwelte laut Staatsanwaltschaft zufolge schon länger ein Streit um das Umgangsrecht für den Sohn, der auch nun wieder ausbrach.

Der 48-Jährige mit türkischer Staatsangehörigkeit schlug laut Anklageschrift die Frau, rannte in ein nahegelegenes Restaurant und holte die Fleischgabel und das Messer. Dass der Onkel am Ende nicht noch mehr verletzt wurde, lag an seiner Umhängetasche, die die Stichbewegungen abwehrte. Gleichwohl geht die Staatsanwaltschaft von einem Tötungsvorsatz aus.

Die Tat geschah bereits im Juni 2014. Weil Schwurgerichtskammern grundsätzlich Haftsachen vorziehen, musste der Angeklagte mehr als drei Jahre auf seinen Prozess warten. Er saß keinen Tag in Untersuchungshaft. Am ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Der Angeklagte ließ über seinen Verteidiger erklären, dass er aussagen wolle. Das Gericht hat sechs Verhandlungstage bis Anfang November terminiert.

(dpa)
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