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1. FC Köln wartet auf Kiels Anfang

Beim Tabellenletzten Köln plant Geschäftsführer Armin Veh die Zukunft. Kiels Trainer Markus Anfang soll zur neuen Saison die Profis des Bundesliga-Premierenmeisters übernehmen, heißt es.
Zuletzt gab es Gerüchte, Kiels Trainer Markus Anfang würde nach Köln wechseln. Foto: Daniel Bockwoldt Zuletzt gab es Gerüchte, Kiels Trainer Markus Anfang würde nach Köln wechseln.
Köln. 

Der 1. FC Köln will seine Planungen im Eiltempo vorantreiben.

Am Donnerstag kam die Bekanntgabe, dass Trainer Stefan Ruthenbeck die Profis des Bundesliga-Tabellenletzten nur bis zum Saisonende betreuen wird. Nur vier Tage später scheint dessen Nachfolge geklärt: Fußballlehrer Markus Anfang soll den Neuaufbau übernehmen und die Grundlagen für neue, positive Perspektiven am Geißbockheim schaffen.

„Es wird nicht so lange dauern” - mit diesen Worten hatte Kölns Sport-Geschäftsführer Armin Veh nach dem 1:2 bei Hertha BSC eine Lösung der Chefcoach-Causa angekündigt. Dabei läuft alles auf den beim Zweitliga-Dritten Holstein Kiel tätigen Anfang hinaus. Dem Vernehmen nach soll eine Ablösesumme für den 43 Jahre alten gebürtigen Kölner fällig werden, die zwischen 1,0 und 1,5 Millionen Euro liegen soll.

Geradezu gebetsmühlenartig legte Veh nun nach: „Wir werden die Entscheidung in dieser Personalie zeitnah bekanntgeben.” Das ist sinnvoll, weil ja auch die Verhandlungen mit den derzeitigen Kölner Spielern und möglichen Neuen vorangetrieben werden müssen - und das schon im Wissen, wer verantwortlicher Coach sein wird.

Aber es gibt auch das Gebot der Fairness: Der FC wird wohl kaum einen Kandidaten persönlich präsentieren, so lange dieser bei einem anderen Club in der Pflicht steht. Ergo dürfte es so kommen, dass der Ruthenbeck-Nachfolger erst nach dem Zweitliga-Saisonfinale am 13. Mai am Geißbockheim auftreten wird, sollte es sich um Anfang handeln.

Nach Medien-Spekulationen, Anfang werde in Köln noch an diesem Montag in persona präsentiert, kam rasch ein Dementi aus Kiel. „Da ist nichts dran”, sagte Holsteins Sport-Geschäftsführer Ralf Becker der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sehen keinen Grund, uns zu irgendwelchen Spekulationen zu äußern.” Mit der Trainerdiskussion müsse der Verein leben, meinte Becker.

Nach Informationen des Kölner „Express” soll mit Anfang bereits ein Dreijahresvertrag ausgehandelt worden sein. Aus dem FC-Umfeld war allerdings zu vernehmen, ein Kontrakt sei noch nicht unterzeichnet. Anfang hat bei Holstein Kiel einen Vertrag bis 2019. Der gilt allerdings nur für die 2. Liga.

Der einstige Erstliga-Fußballer Anfang steht bereits seit dem vergangenen Herbst im Fokus der Kölner und galt schon vor Peter Stögers Aus und Ruthenbecks Amtsübernahme Anfang Dezember als Wunschkandidat.

Anfangs erfolgreiche Arbeit in Kiel machte ihn beim FC zum begehrten Mann: Er führte Holstein in die Zweite Liga. Und nach dem 30. Spieltag ist gar der Durchmarsch möglich: Als Dritter haben die Kieler vier Zähler Rückstand auf Tabellenführer Fortuna Düsseldorf. Mit einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am kommenden Montag (20.30 Uhr) kann Kiel die Franken überholen und auf einen direkten Aufstiegsplatz rücken.

(Von Dietmar Fuchs und Franko Koitzsch, dpa)
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