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Eintracht Frankfurt: Adlerauge: Die Meister der Schlussphase

Von Wieder spät, wieder knapp – doch wen kümmert es? Die Eintracht sammelt fleißig Punkte und klettert nach dem Sieg in Hannover zumindest für einen Tag auf einen Europapokalplatz. Und der Erfolg in Niedersachsen war unter dem Strich auch hochverdient. Ein Kommentar.
Foto: Jan Huebner (imago sportfotodienst)
„Auf, macht es wie gegen Stuttgart“, dachten sich einige Eintracht-Fans angesichts des Spielstandes und der Torfolge in der Schlussphase der Partie in Hannover. Die Augen vieler Anhänger richteten sich dabei auf Sebastién Haller. Vor zwei Wochen jubelten die Frankfurter nach seinem Seitfallzieher-Knaller in der Schlussphase des Spiels gegen Stuttgart über drei Punkte. Wird dem Franzosen wieder ein Geniestreich gelingen? Reicht auch diesmal die Zeit?

Dabei hätten die letzten Minuten gar nicht so spannend sein müssen. Mit dem Führungstreffer zerstörte die Eintracht frühzeitig das abwartende taktische Konzept der Niedersachsen, die zuhause bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen Gegentreffer kassiert hatten. Doch statt nachzulegen, gaben die Frankfurter in den letzten 15 Minuten der ersten Hälfte das Heft aus der Hand. Und so kam es, wie es kommen musste: Sané, der schon zuvor nach einem Eckball gefährlich war, sprang höher als Marco Russ und erzielte den nicht unverdienten Ausgleichstreffer. Vermutlich hätte der Eckball gar nicht gegeben werden dürfen, da vor dem Eckball David Abraham hart von hinten bedrängt wurde. Doch damit muss man leben – eine klare Fehlentscheidung war es nicht, auch wenn die Frankfurter Pech hatten, weil die Schiedsrichter in solchen Situationen in der Regel für die verteidigende Mannschaft pfeifen.

Bilderstrecke Einzelkritik: So haben sich die Adler in Hannover geschlagen
Die Eintracht hat Hannover 96 mit 2:1 besiegt. Die Einzelkritik unseres Sportredakteurs Christian Heimrich.<b>Ante Rebic</b>:<br><br> Unter der Woche noch vom Trainer für seine Entwicklung gelobt. Zeigte davon wenig. Keine Durchsetzungskraft, schlechte Schüsse. Trotzdem der Matchwinner, erzielte das späte 2:1, womit er in dieser Wertung um eine Kategorie nach oben rutschte.


In der Kabine scheint Trainer Niko Kovac jedoch die passenden Worte gefunden zu haben. Die Hannoveraner existierten bis zur 70. Minute in der Offensive so gut wie gar nicht, während der Führungstreffer für die Frankfurter eine Frage der Zeit schien. Wolf zwang 96-Kepper Tschauner zu einer Glanzparade, beim ansonsten technisch starken Willems musste man hingegen feststellen, dass er seinen rechten Fuß nur zum Abstützen gebrauchen kann. Gacinovic probierte viel, wählte jedoch nicht immer die richtige Lösung. Manchmal fehlten der Eintracht eben die spielerischen Mittel, um sich eine klare Torchance zu erarbeiten. Oder Schiedsrichter Dankert pfiff beim Stürmerfoul plötzlich doch kleinlich – wie in der Szene von Ante Rebic gegen Hübner. Und dennoch war klar: Sollte hier doch noch ein Tor fallen, dann nur für die Eintracht.

Eintracht Frankfurt Rebic schießt die Eintracht zum späten Sieg in Hannover

Eintracht Frankfurt hat die makellose Heimspiel-Serie von Hannover 96 beendet. Frankfurt kam dank der Treffer von Sebastien Haller (10.) und Ante Rebic (89.) zu einem 2:1-Sieg und zog in der Tabelle an Hannover vorbei.

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Doch für einen Geniestreich blieb den Frankfurtern immer weniger Zeit. Die Nachspielzeit rückte immer näher. Und dann passierte es: Haller stand zwar wieder im Mittelpunkt, indem er den langen Ball verarbeitete und sauber ablegte, doch diesmal gelang Rebic der Geniestreich. Seine Direktabnahme zum 2:1 hätte er nicht besser ausführen können. Enorm wichtig und wunderschön zugleich. Wenige Minuten später war Schluss: wieder ein Last-Minute-Erfolg für die Eintracht. Und irgendwie sind solche Siege manchmal doch die schönsten. (lg)
 
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