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Eintracht Frankfurt: Halskratzen vor der Hannover-Reise

Von Der Husten geht um bei der Eintracht, nicht nur Marc Stendera leidet darunter: Auch um Stürmer Haller wird vor dem Spiel in Hannover gebangt – und der Trainer hat sich selbst eine Erkältung eingefangen.
Ob ihn sein Husten am Hannover-Trip hindert? Am Dienstag konnte Sébastien Haller im Training noch lachen, gut eingepackt war er auch. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Ob ihn sein Husten am Hannover-Trip hindert? Am Dienstag konnte Sébastien Haller im Training noch lachen, gut eingepackt war er auch.
Frankfurt. 

Am Mittwoch hat Niko Kovac die Medienvertreter überrascht. Das eigentlich nicht öffentliche Training der Frankfurter Eintracht wurde für die Reporter geöffnet. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten hatte keine besonderen taktischen Übungen im Programm, sondern versuchte seine Spieler mit einem ausgedehnten Schusstraining und einem internen Turnier in Stimmung zu bringen. „Wir haben das Training für die Spieler angenehm gestaltet, damit Freude aufkommt“, sagte Kovac. Dementsprechend waren die 18 Feldspieler und vier Torhüter auch gut drauf bei der morgendlichen Trainingseinheit.

Die taktischen Vorbereitungen auf das Spiel bei Hannover 96 am Samstag werden also erst an diesem Donnerstag beginnen. Dann wird auch der letzte Nationalspieler zurück erwartet. In der Nacht zum Mittwoch war Carlos Salcedo mit Mexiko nach Honduras gereist, wurde beim WM-Qualifikationsspiel aber nicht eingesetzt. Die Mexikaner mit Salcedo und dem aktuell verletzten Marco Fabián haben sich ebenso wie Serbien mit Mijat Gacinovic für die WM in Russland qualifiziert. „Carlos hat nur eines von zwei Spielen gemacht, das ist gut für uns“, sagte der Frankfurter Trainer.

Salcedo, der zuletzt dreimal hintereinander nicht einmal im Kader stand, wird diesmal dringend benötigt. Zumindest für einen Bankplatz, denn mit Simon Falette (Kovac: „Mit ihm haben wir einen tollen Fang gemacht“) fällt ein anderer Innenverteidiger wegen einer zweiwöchigen Sperre ja aus. „Nach Simons Sperre brauchen wir noch einen Innenverteidiger“, sagte Kovac, „da bietet es sich an, dass Carlos wieder im Kader steht.“ Die Position von Falette wird aber ziemlich sicher Marco Russ einnehmen.

Doch damit ist nur ein Loch in der Formation gestopft. Ein zweites tut sich im defensiven Mittelfeld auf, nachdem sich sowohl Marc Stendera, als auch Slobodan Medojevic, die beide zuletzt gegen Stuttgart gespielt hatten, abgemeldet haben. Stendera falle wegen einer starken Erkältung definitiv aus, erklärte der Frankfurter Trainer. Medojevic plagt sich mit Problemen in der Wade und hat in dieser Woche auch noch an keinem Training mit der Mannschaft teilgenommen. Unwahrscheinlich, dass er es noch schafft bis zum Samstag.

Alle Sechser fallen aus

Damit fallen im Grunde alle gelernten Sechser aus, denn Gelson Fernandes kann ja wegen einer schweren Muskelverletzung sowieso nicht spielen. Das wäre ein Grund, Makoto Hasebe wieder ins Mittelfeld zu stellen. „Makoto fühlt sich in der Dreierkette aber ein bisschen wohler“, sagt der Trainer, „wir müssen abwägen, was für die Mannschaft am besten ist“.

Auch um Mittelstürmer Sébastien Haller müssen die Frankfurter bangen. Wie Stendera und übrigens auch Trainer Kovac selbst hat sich der Franzose eine Erkältung eingefangen. „Er ist beim Arzt“, erklärte Kovac am Mittwochmittag. Haller habe ein „Kratzen im Hals“. Hört sich noch nicht ganz so schlimm an. Sollte es sich aber zu einer handfesten Erkältung auswachsen, müsste auch Haller am Samstag passen. Dem Eintracht-Coach stellen sich also auch in der Offensive viele Fragen. Für Haller hätte er immerhin noch zwei Alternativen. Branimir Hrgota kämpft im Training verbissen um seine Chance. „Und Luka Jovic hat in Serbiens U 21 zwei Tore geschossen“, sagt Kovac. Vielleicht kriegt also der junge Serbe zum ersten Mal eine Chance von Beginn an. Wie auch immer seine personelle Auswahl ausfällt, der Frankfurter Trainer geht von einem ausgesprochen schweren Spiel in Hannover aus. „Das ist kein Zweitligaaufsteiger“, sagt er, „das ist ein Erstligaaufsteiger“.

Kein üblicher Neuling

Soll heißen: Hannover fällt aus dem Rahmen üblicher Neulinge, ist mit ganz vielen erfahrenen Spielern und einem erfahrenen Trainer bestückt. Die Niedersachsen seien „außerordentlich gut beim Spiel mit dem Ball und gegen den Ball“, die Handschrift des Kollegen André Breitenreiter sei deutlich zu sehen.

„Das wird kein einfacher Gang“, glaubt Niko Kovac. Mit der richtigen Einstellung allerdings sei das Spiel durchaus erfolgreich zu gestalten. Immerhin hat die Eintracht ja in dieser Saison bereits in Mönchengladbach und in Köln gewonnen. Und Hannover ist schon lange kein schlechtes Pflaster mehr. Die letzten beiden Spiele hat die Eintracht dort gewonnen – einmal in der Liga, einmal im Pokal.

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