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Eintracht Frankfurt: Offizielle Bestätigung der Eintracht: Adi Hütter wird neuer Trainer

Diesen Namen hatte bis zum Mittwoch niemand auf dem Zettel: Der Österreicher Adi Hütter folgt bei Eintracht Frankfurt auf Niko Kovac als Trainer.
Foto: MANUEL GEISSER (imago sportfotodienst)

Adi Hütter tritt bei Eintracht Frankfurt in die Fußstapfen des zu Bayern München abwandernden Niko Kovac und soll die Hessen noch näher an die Bundesliga-Spitze heranführen. Drei Tage vor dem DFB-Pokalfinale gegen die Bayern bestätigten die Hessen am Mittwoch die Verpflichtung des 48 Jahre alten Fußball-Lehrers, der vom Schweizer Champion Young Boys Bern kommt und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 erhält. «Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung», sagte Hütter.

«Adi ist ein echter Fußballfachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Clubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann», sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic über den neuen Coach. «Er passt daher perfekt zu unserem Club.»

Wochenlang hatte der Bundesliga-Achte bei der Trainersuche erfolgreich falsche Fährten gelegt. Slaven Bilic, Markus Weinzierl (beide vereinslos), David Wagner (Huddersfield Town), Ralph Hasenhüttl (zuletzt RB Leipzig), Marco Rose (RB Salzburg) oder Daniel Farke (Norwich City) wurden in den Medien immer wieder als Favoriten auf die Kovac-Nachfolge gehandelt.

Adi Hütter. Archivfoto: dpa
Eintracht Frankfurt Das ist Eintrachts neuer Trainer Adi Hütter

Adi Hütt(w)er? Vielen ist der Name des neuen Eintracht-Trainers kein Begriff. Wir stellen den österreichischen Coach deshalb näher vor.

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Man habe viele Sondierungsgespräche geführt, berichtete Bobic, «aber Adi war immer vorne dabei und unsere konstruktiven Gespräche sind letztendlich zu einem guten Ergebnis gekommen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.»

Hütter, der Bern in dieser Saison zur ersten Schweizer Meisterschaft seit 32 Jahren geführt hat und im Pokalfinale am 27. Mai gegen den FC Zürich sogar das Double perfekt machen kann, freut sich auf die neue Herausforderung. «Als Spieler blieb mir die Bundesliga verwehrt, obwohl ich einmal ein Angebot hatte. Als Trainer hatte ich bereits das eine oder andere Angebot aus der Bundesliga ausgeschlagen. Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können.»

Da der Österreicher noch bis 2019 vertraglich an die Berner gebunden ist, muss die Eintracht eine Ablösesumme zahlen. Die Millionen-Einnahmen aus dem Pokal-Endspiel kommen da gerade recht.

Bobic hatte in den vergangenen Wochen stets betont, dass die Eintracht «keinen Niko Kovac 2.0» suche. Allerdings müsse auch der neue Trainer «ein Arbeiter» sein und für das «Multi-Kulti dieser Stadt» und des Eintracht-Teams stehen. «Es wird immer ein anderer Typ sein, der seine eigene Note einbringt», sagte er.

Hütter passt in dieses Profil. Schon in Bern formte er Spieler aus vielen Nationen zu einer sportlich erfolgreichen Einheit. «Diese vielen verschiedenen Charaktere unter einen Hut zu bringen, das war eine Herausforderung und hat mich reifen lassen», sagte er dem «Kurier» einmal über seine Arbeit.

Er steht zudem dafür, stets nach Erfolgen zu streben. Nach dem Double mit RB Salzburg 2015 ging er freiwillig, weil er sich nicht damit abfinden wollte, immer die besten Spieler abgeben zu müssen. «Ich sehe mich nicht als Ausbildungstrainer», sagte er damals.

Ihm eilt allerdings der Ruf voraus, Talente zu fördern. Und er lässt seine Teams offensiv spielen. Das sind keine schlechten Voraussetzungen dafür, dass die Eintracht auch künftig attraktiven Fußball spielen wird.

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