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FSV Frankfurt: FSV bezwingt den hochgelobten Nachwuchs des VfB Stuttgart

Von Die Geduld und Arbeit von Cheftrainer Alexander Conrad scheinen sich so langsam auszuzahlen. Gegen die Talente des VfB Stuttgart gelingt dem Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt nach einer ansprechenden Vorstellung der dritte Saisonsieg.
Jubelpose: Christoph Becker ist gerade der Siegtreffer für den FSV Frankfurt gelungen. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Jubelpose: Christoph Becker ist gerade der Siegtreffer für den FSV Frankfurt gelungen.
Frankfurt. 

Andreas Hinkel unternahm erst gar nicht den Versuch, aus seiner seelischen Verfassung ein Geheimnis zu machen. „Das Wochenende ist gelaufen“, sagte der ehemalige Bundesligaprofi des VfB Stuttgart, der seit über einem halben Jahr den Nachwuchs der Schwaben in der Regionalliga Südwest als Cheftrainer anleitet und mit seiner an Talenten so gesegneten Mannschaft in der noch jungen Saison für reichlich Furore und vor allem Treffer gesorgt hatte.

Am Samstagnachmittag allerdings war es Hinkels Kollege Alexander Conrad, der sich über das Ende einer perfekten Woche im Frankfurter Osten freuen konnte. Stillvergnügt, denn der Fußball-Lehrer Conrad neigt auch nach Erfolgen nicht gerade zum Überschwang.

Ganz im Gegensatz zu den leidgeprüften Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle des FSV Frankfurt und einer Handvoll ehrenamtlicher Helfer, die nach dem 1:0-Heimsieg der Bornheimer über die hochgelobte U 23 des VfB Stuttgart endgültig in Feierlaune waren.

Der dritte Saisonsieg war der passende Abschluss einer Woche, die den Anhängern und Verantwortlichen des so tief gefallenen Clubs vom Bornheimer Hang Mut machen sollte für den immer noch schwierigen Weg zurück in die Normalität. Am vergangenen Freitag hatten die Gläubiger zunächst einstimmig dem Insolvenzplan zugestimmt und so den Weg frei für das Ende des Entschuldungsverfahren freigemacht, das Mitte Oktober seinen Abschluss finden sollte. Mitte der Woche gab es dann die nächste gute Nachricht, als der FSV endlich seinen so dringend notwendigen neuen Hauptsponsor der Öffentlichkeit präsentieren konnte.

Drei Tage später waren es dann auch die jungen Spieler des Drittliga-Absteigers, die nach zwei Niederlagen in Folge wieder für positive Schlagzeilen sorgten. Gegen die hoch gelobte U 23 des VfB Stuttgart, immerhin die torgefährlichste Mannschaft der Regionalliga Südwest, zeigte das Team des FSV Frankfurt seine beste Saisonleistung und belohnte sich am Ende mit einem 1:0-Sieg, den Christoph Becker mit seinem Treffer in der 82. Minute sicherstellte. Nach prächtiger Vorarbeit von Leon Bell Bell krönte der beste Frankfurter an diesem Tag seine ohnehin schon starke Vorstellung, als er das Leder humorlos aus kurzer Distanz ins Netz wuchtete.

„Das war ein verdienter Sieg“, sagte Becker, der sich als rechter Verteidiger immer wieder in das Offensivspiel seiner Mannschaft eingeschaltet hatte. „Das hat er sehr gut gemacht, er war unermüdlich in seinem Drang nach vorne“, lobte Conrad später seinen jungen Außenverteidiger (23), der im Frühsommer dieses Jahres von der U 23 des 1. FC Kaiserslautern zum FSV Frankfurt wechselte und sich in den vergangenen Wochen immer mehr gesteigert hat. „Nach zweieinhalb Jahren in der U 23 wollte ich endlich in einer Herrenmannschaft spielen. Für mich war der Wechsel zum FSV Frankfurt auch die Chance für einen Neuanfang“, so der gebürtige Heidelberger, der sich in der Viererabwehrkette des FSV zur verlässlichen Stammkraft entwickelt hat und den Gästen aus Stuttgart nur eine einzige Torchance gestattete, während die Bornheimer noch mindestens zwei weitere Treffer hätten erzielen müssen. „Da merkt man uns immer noch an, dass der Killerinstinkt fehlt“, kritisierte Conrad ein wenig die mangelhafte Chancenverwertung.

Wechsel droht zu platzen

Ein Spieler, der dieses Manko beheben sollte und dessen Wechsel zum FSV von zwei Frankfurter Zeitungen bereits vermeldet wurde, wird sich möglicherweise doch nicht den Bornheimern anschließen. Ursprünglich wollten die Hessen den 30 Jahre alten Stürmer Michél Harrer verpflichten, dessen auslaufender Vertrag beim Nordost-Regionalligisten Wacker Nordhausen nach der abgelaufenen Spielzeit nicht mehr verlängert worden war. Ganz offensichtlich sind bei der Abmeldung des Angreifers aber Fehler unterlaufen, weshalb Harrer derzeit keine Spielgenehmigung erhält. Die Verantwortlichen des FSV Frankfurt haben deshalb einen Anwalt eingeschaltet, um vielleicht doch noch eine Lösung herbeizuführen.

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