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BVB siegt dank Kagawas Geniestreich glücklich in Augsburg

Borussia Dortmund geht als klare Nummer 1 in die Länderspielpause. Beim 2:1 in Augsburg spielt der BVB aber nur vor der Pause gut. Torjäger Aubameyang spielt schwach und ist arrogant beim Elfer.
Shinji Kagawa (M) jubelt über sein Tor zum 2:1 für Dortmund. Andreas Gebert Foto: Andreas Gebert Shinji Kagawa (M) jubelt über sein Tor zum 2:1 für Dortmund. Andreas Gebert
Augsburg. 

Peter Bosz fällte ein hartes Urteil. „Es war das schlechteste Spiel, seit ich Trainer beim BVB bin.” Dabei hatte Borussia Dortmund in einem rassigen und temporeichen Fußballspiel auch die schwere Prüfung beim Überraschungsteam des FC Augsburg bestanden.

Aber Bosz konnte vier Tage nach der Niederlage gegen Real Madrid in der Champions League nur „sehr glücklich” mit dem Ergebnis im Bundesliga-Topspiel sein: 2:1 (2:1) gewann der BVB. Mit 19 Punkten geht die Borussia als Nummer 1 in die zweiwöchige Länderspielpause.

Die Tore beim sechsten Sieg der Borussia im siebten Saisonspiel erzielten der Ukrainer Andrej Jarmolenko (4. Minute) und der Japaner Shinji Kagawa (23.) mit einem Geniestreich. Der FCA stemmte sich mit aller Kraft gegen die erste Heimniederlage. Der Kopfballtreffer von Caiuby reichte vor 30 660 Zuschauern aber nicht zu einem Punktgewinn. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, deshalb ärgern wir uns richtig”, kommentierte FCA-Coach Manuel Baum.

Die unermüdlich anrennenden Gastgeber konnten sich nach der Pause nicht mit dem Ausgleich belohnen. Für den BVB vergab Pierre-Emerick Aubameyang mehrfach das vorentscheidende 3:1, unter anderem mit einem arrogant geschossenen Foulelfmeter nach Videobeweis. Der Torjäger lupfte den Ball in die Hände von FCA-Torwart Marwin Hitz (79.). „Es gibt keine Kritik an Auba, er hat uns schon oft den Arsch gerettet”, sagte Teamkollege Gonzalo Castro nach dem „dreckigen Sieg”.

Ohne Abtasten nahm das Kräftemessen sofort Fahrt auf. Dortmund spielte aber nur 45 Minuten gut auf. Jarmolenko traf bei der ersten Ecke mit der Hacke. Augsburg reagierte nicht verunsichert, sondern mit dem 1:1: Eine präzise Flanke von Geburtstagskind Philipp Max (24) konnte Caiuby gegen die schlecht postierte BVB-Abwehr einköpfen.

Die Augsburger hatten in Hitz einen starken Rückhalt im Tor. Der Schweizer war jedoch machtlos beim zweiten Gegentreffer, bei dem Kagawa den Ball mit einem wundervollen Lupfer ins lange Eck hob. „Das ist einfach Qualität”, sagte Bosz zu dem Tor des Tages. Ein Missverständnis in der FCA-Deckung war dem 1:2 vorausgegangen.

Aubameyang hätte noch vor der Pause erstmals für klare Verhältnisse sorgen können. Aber der BVB-Torjäger scheiterte nach einem langen Pass von Marc Batra freistehend an Schlussmann Hitz (32.). Der FCA musste noch vor der Pause den verletzten Rani Khedira durch Ja-Cheol Koo ersetzen. Der Südkoreaner rückte im Mittelfeld an die Seite von Kapitän Daniel Baier, der nach seiner Sperre zurückkehrte.

Nach der Pause bauten die Augsburger Druck auf. BVB-Torwart Roman Bürki verhinderte mit einer prächtigen Parade einen zweiten Kopfballtreffer von Caiuby (59.). FCA-Coach Manuel Baum brachte den jungen Sergio Córdova als zusätzlichen Stürmer.

Aubameyang bot sich die nächste Möglichkeit zum 3:1, aber seinen Kopfball konnte Hitz zur Ecke abwehren. Dann zeigte Schiedsrichter Marco Fritz auf den Punkt. Mithilfe des Videobeweises ahndete er ein Halten von Koo gegen Lukasz Piszczek im Augsburger Strafraum. Aubameyang versagte, indem er den Ball lässig in die Tormitte auf Hitz schoss. So musste der BVB bis zum Abpfiff um den Sieg bangen. „Wenn du so spielst und trotzdem gewinnst, ist das ein großes Ding”, sagte BVB-Verteidiger Sokratis vor der Heimreise nach Dortmund.

(Von Klaus Bergmann, dpa)
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