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Eigentor kostet Gladbach Sieg gegen Schalke

Schiedsrichter Stegemann diskutiert mit Naldo (r) und Gladbachs Stindl, nachdem er einen Elfmeter zurückgezogen hat. Foto: Bernd Thissen Schiedsrichter Stegemann diskutiert mit Naldo (r) und Gladbachs Stindl, nachdem er einen Elfmeter zurückgezogen hat.
Mönchengladbach. 

Ein unglückliches Eigentor von Jannik Vestergaard hat Borussia Mönchengladbach den Sieg im Verfolgerduell mit Schalke 04 gekostet.

Beim 1:1 (1:0) rutschte der Däne am Samstagabend in eine Hereingabe von Daniel Caligiuri und lenkte den Ball in der 62. Minute ins eigene Netz. Vor 54 018 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park hatte Weltmeister Christoph Kramer die Hausherren mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit knapp drei Jahren in der 24. Minute in Führung gebracht gebracht. Die Königsblauen blieben auch im neunten Liga-Spiel in Serie unbesiegt und verteidigten Platz drei in der Fußball-Bundesliga vor dem Rivalen vom Niederrhein.

„Ich bin stolz auf die Truppe”, sagte Schalke-Manager Christian Heidel nach dem insgesamt verdienten Remis. „Ich finde, das ist das gerechte Ergebnis für ein tolles Fußballspiel.” Pechvogel Vestergaard haderte mehr mit dem umstrittenen Videobeweis als mit seinem Eigentor. „Das ist das Los eines Abwehrspielers, aber ich hatte das Gefühl, ich musste in der Situation dort hingehen”, erklärte der Däne. „Es ist natürlich ärgerlich, weil wir ansonsten ein gutes Spiel gemacht haben.”

Die Gastgeber mussten neben fünf Langzeitverletzten auch Tony Jantschke (Schädelprellung) und Fabian Johnson (Rückenprobleme) ersetzen. Kramer rückte wieder ins defensive Mittelfeld, nachdem er beim 0:3 in Wolfsburg wegen einer Schädelprellung passen musste.

Schalke-Coach Domenico Tedesco, der erneut auf Leon Goretzka (Stressreaktion im Unterschenkel) verzichten musste, änderte sein Team nach dem mageren 2:2 gegen Köln auf drei Positionen: Für Benjamin Stambouli, Jewgeni Konopljanka und Guido Burgstaller spielten Thilo Kehrer, Franco Di Santo und überraschend Breel Embolo. Für den Schweizer, der vor mehr als einem Jahr seine bisher einzigen beiden Bundesliga-Tore beim 4:0-Heimsieg gegen Gladbach geschossen hatte, war es erst der zweite Startelf-Einsatz in dieser Saison.

Bei nasskaltem Wetter hatte Kehrer für die Königsblauen, die erstmals seit langem wieder mit einer Viererkette begannen, nach einer Ecke die erste Chance. Doch sein Kopfball (5.) landete in den Armen von Borussia-Keeper Yann Sommer. Auf der Gegenseite erging es Matthias Ginter (14.) nicht besser. Sein Kopfball war eine sichere Beute von Ralf Fährmann. Die beiden ambitionierten Teams schenkten sich nichts, kamen aber zunächst kaum gefährlich vor das Tor des Gegners.

So war es erneut eine Standardsituation, die zur Gladbacher Führung führte. Eine Ecke verlängerte Ginter per Kopf zu dem am langen Pfosten lauernden Kramer, der keine Mühe hatte, zu seinem ersten Saisontor einzuschieben. Die beste Ausgleichsmöglichkeit vor der Pause machte Ginter zunichte, als er einen Kehrer-Schuss auf der Linie per Kopf klärte. Dem mutmaßlichen 2:0 durch Lars Stindl verwehrte Schiedsrichter Sascha Stegemann nach Einschalten des Video-Assistenten zurecht die Aberkennung, weil der Stürmer nach eine Lattentreffer von Vincenzo Grifo im Abseits stand.

Kurz darauf pfiff Stegemann zunächst Elfmeter für die Borussia, nahm nach Ansicht der Video-Bilder die Enscheidung aber wieder zurück, weil Naldos Foul an Stindl eine Regelwidrigkeit von Oskar Wendt vorausgegangen war. Eine zumindest umstrittene Entscheidung. So konnte Schalke froh sein, nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause zu gehen.

Auch nach dem Wechsel erwies sich die Schalker Offensive als zu harmlos. Die spielerisch überlegenen Gladbacher hätten die Partie bereits durch Grifo (51.) entscheiden können. Doch Fährmann war auf dem Posten. Der eingewechselte Burgstaller vergab mit zwei guten Möglichkeiten (74./87.) die Chance auf den ersten Schalker Sieg in Mönchengladbach nach zuvor vier Niederlagen.

(Von Ulli Brünger, dpa)
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