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Eintracht und HSV trennen sich Unentschieden

Das 0:0 zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV hilft beiden Clubs nur bedingt. Die Hessen rutschen von den Europapokalplätzen, der HSV liegt nun zwei Punkte hinter Rang 15. Eine Schiedsrichter-Entscheidung sorgt für Diskussionen
Marco Fabian (r) von Eintracht Frankfurt und der HSV-Spieler Gotoku Sakai kämpfen um den Ball. Foto: Hasan Bratic Marco Fabian (r) von Eintracht Frankfurt und der HSV-Spieler Gotoku Sakai kämpfen um den Ball. Foto: Hasan Bratic
Frankfurt/Main. 

Eintracht Frankfurts Startelf-Rückkehrer Marco Russ wollte erst gar nicht über eine der entscheidenden Szenen diskutieren. Mit dem 0:0 gegen den HSV beendeten die Hessen ihre Negativserie in der Fußball-Bundesliga und hatten dabei Glück mit einer Schiedsrichter-Entscheidung.

Frankfurts Verteidiger David Abraham brachte Filip Kostic nach gut einer Stunde per Grätsche zu Fall, Schiedsrichter Benjamin Cortus gab jedoch keinen Strafstoß. „Da muss man sagen, dass das Elfmeter war”, sagte Russ, der erstmals nach seiner überstandenen Krebserkrankung wieder in der Startelf stand, beim Pay-TV-Sender Sky.

Das torlose Remis hilft beiden Clubs nicht wirklich weiter. Nach zuvor fünf Liga-Niederlagen rutschte die Eintracht von den Europapokalplätzen, der HSV bleibt auf dem Relegationsrang und liegt nach Siegen der Konkurrenz nun zwei Zähler hinter Platz 15. „Unterm Strich ist das 0:0 gerecht”, sagte Hamburgs starker Keeper René Adler und klagte auch über den nicht-gegebenen Strafstoß. „Das war ein klarer Elfmeter. Jeder, der sagt, das war keiner, hat Unrecht. Heute ist es bitter, aber ich glaube, dass sich das in den nächsten Spielen auch wieder ausgleicht.”

Hamburgs Vorstandschef Heribert Bruchhagen konnte bei seiner ersten Rückkehr nach dem Wechsel an die Elbe wohl mit dem Remis leben, hat aber weiterhin noch viel zu tun. Bruchhagen war zwölf Jahre Vorstandsvorsitzender der Frankfurter.

Das 96. Duell der beiden Liga-Konkurrenten war ein zähes, kampfbetontes Ringen mit vielen Zweikämpfen und Fouls im Mittelfeld. Gute Kombinationen waren Mangelware, zudem gab es auf beiden Seiten fast keine Torchancen. In der elften Minute setzte sich HSV-Profi Lewis Holtby an der rechten Strafraumseite durch und setzte einen Flachschuss ans Außennetz.

Frankfurts Dreierkette mit Russ stand gut, ließ ansonsten vor der Pause kaum etwas zu. In der Offensive brachte die Eintracht aber auch wenig etwas zustande. Für Gefahr vor dem HSV-Gehäuse konnte nur Branimir Hrgota (18.) nach Flanke von Ante Rebic mit einem Volleyschuss sorgen, dieser strich aber über das Tor. Besser hatten die Hessen es in den vergangenen fünf verlorenen Liga-Partien auch nicht gemacht und dabei nur einen Treffer erzielt.

Auch nach dem Wiederanpfiff wurde um jeden Zentimeter auf dem Rasen gekämpft, oft bis an die Schmerzgrenze. Allerdings eroberten sich die Platzherren mehr Spielanteile und hatten schnell zwei gute Chancen. In der 51. Minute köpfte Rebic ebenso über die Querlatte wie drei Minuten später David Abraham. Bedanken konnten sich die Gäste in der 72. Minute bei Adler, der sich in einen Schuss von Michael Hector aus Nahdistanz warf und mit der Brust bravourös abwehrte.

Die Hamburger kamen über wenige erfolglose Konter nicht hinaus und blieben ein dankbarer Gegner der Eintracht. Auch im zehnten Spiel hintereinander gelang dem HSV kein Sieg gegen die Frankfurter.

(Von Andreas Schirmer, dpa)
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