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Zinnbauer unterschreibt als HSV-Cheftrainer bis 2016

Nach sechs Spielen hat der HSV seinem Trainer Zinnbauer einen Profivertrag gegeben. Der 44-Jährige soll damit gestärkt in die wegweisende Woche mit dem Pokalspiel gegen Bayern und der Heimpartie gegen Leverkusen gehen.
Josef Zinnbauer soll längerfristig den HSV coachen. Foto: Axel Heimken Josef Zinnbauer soll längerfristig den HSV coachen. Foto: Axel Heimken
Hamburg. 

Der Hamburger SV hat Cheftrainer Josef Zinnbauer trotz der jüngsten Niederlage sein Vertrauen ausgesprochen und ihn mit einem Profivertrag ausgestattet.

Bislang betreute der 44-Jährige die Bundesliga-Elf als Nachfolger von Mirko Slomka mit seinem alten Regionalliga-Kontrakt und war laut Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer Trainer «bis aus Weiteres». Zinnbauers neues Arbeitspapier läuft bis 2016, über die neuen Modalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Bis zu seiner Beförderung verdiente er pro Jahr etwa 100 000 Euro. Nun wird er deutlich mehr erhalten.

«Ich finde es toll vom Verein, dass er gerade jetzt sagt, wir stehen zum Trainer», sagte Zinnbauer zwei Tage vor dem DFB-Pokalspiel gegen Bayern München am Mittwoch. Am Samstag hatten die Norddeutschen mit 0:3 bei Hertha BSC in Berlin verloren und rangieren weiter auf Platz 16 in der Tabelle. Dennoch ist der Vorstand von den Qualitäten des gebürtigen Oberpfälzers überzeugt und setzte mit der Beförderung ein deutliches Zeichen.

Zinnbauer war zu Saisonbeginn vom Karlsruher SC zum HSV gewechselt. Dort war er zunächst als Nachfolger von Rodolfo Cardoso für das seit Jahren erfolglose Regionalliga-Team zuständig. Nach einem Startrekord mit der U23, die inzwischen schon Herbstmeister ist, zog ihn Beiersdorfer im September nach Slomkas Beurlaubung zu den Profis hoch. In sechs Spielen holte Zinnbauer zwar nur einen Sieg gegen Dortmund und zwei Unentschieden, das Auftreten der Mannschaft hat sich aber geändert. Sie spielt wieder engagiert und couragiert.

«Ich freue mich, dass es geklappt hat, aber das war für mich nicht Priorität A», sagte der Coach über seinen neuen Vertrag. Es sei auch ein gutes Zeichen an die Mannschaft, dass die Chefetage hinter ihm stehe. Andere Vereine hätten möglicherweise die Woche noch abgewartet. Zinnbauer freut sich darauf, weiter mit der Mannschaft zu arbeiten und sie zu entwickeln. Um alte Tugenden wie Aggressivität wieder auf dem Platz zu zeigen, komme Bayern als Gegner gerade recht: «Wir müssen wieder mehr arbeiten», sagte Zinnbauer.

Im Trainingsspiel einen Tag nach der Niederlage in Berlin teilte er seinen Kader in zwei Teams auf, wobei eines nur positive und das andere nur negative Kommentare abgeben durfte. «Es war mir viel zu leise in Berlin. Das hat heute funktioniert, das ist ein Stimmungsplus», betonte Zinnbauer.

Gegen den deutschen Meister und Cup-Verteidiger aus München wird dem HSV noch Flügelspieler Dennis Diekmeier wegen Oberschenkelproblemen fehlen. Äußerst fraglich ist der Einsatz von Mittelfeldorganisator Valon Behrami nach einem Schlag auf die Wade im Hertha-Spiel. Eine Alternative ist Petr Jiracek.

(Von Britta Körber, dpa)
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